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Uri ist wieder am Stromnetz: «Sabine» verursacht Kurzschluss

Der Stromunterbruch vom Montagmittag im Kanton Uri und in Teilen der Kantone Schwyz und Zug ist behoben. Grund war der Ausfall der Höchstspannungsleitung von Plattischachen nach Göschenen UR wegen des Sturms. Gesperrt war deswegen temporär auch der Gotthardtunnel.

Agentur
sda
Montag, 10. Februar 2020, 16:44 Uhr Göschenen UR
Ein zu Boden fallender Leiter verursachte einen Brand bei Gurtnellen und in der Folge auch Stromunterbrüche in den Kantonen Uri, Schwyz und Zug.
Ein zu Boden fallender Leiter verursachte einen Brand bei Gurtnellen und in der Folge auch Stromunterbrüche in den Kantonen Uri, Schwyz und Zug.
KEYSTONE/URS FLUEELER

Ein zu Boden fallender Leiter verursachte einen Kurzschluss, welcher dann einen Brand auslöste, sage Werner Jauch, Vorsitzender der Geschäftsleitung des Elektrizitätswerks Altdorf (EWA), auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Ob ein Baum die Ursache war oder eine Orkanböe lasse sich noch nicht genau sagen.

Klar ist: Der Kanton Uri war von beiden Seiten vom Stromnetz der Höchstspannungsebene abgeschnitten. Denn Zeitgleich wurden auch beide Höchstspannungsleitungen von Ingenbohl SZ nach Flüelen UR unterbrochen, wie das EWA in einer Medienmitteilung schreibt. Auch dort wütete der Sturm, und es musste mit einem Brand gerechnet werden.

Ab etwa 12 Uhr waren deshalb der Raum Talkessel Schwyz, Muotathal, Ybrig und Arth während rund einer Stunde von einem Stromausfall betroffen, wie die Schwyzer Kantonspolizei mitteilte. Auch in den Zuger Gemeinden Unter- und Oberägeri fiel um die Mittagszeit der Strom aus. Wie die Zuger Polizei mitteilte, dürfte die Ursache auch beim Stromausfall in Uri liegen.

Kurz nach 13 Uhr konnte das EWA mit dem Wiederaufbau des Stromnetzes in Uri beginnen, unterstützt durch die eigenen Kraftwerke. Es müsse aber weiterhin mit Beeinträchtigungen gerechnet werden, da gewisse Leitungen defekt seien und zuerst repariert werden müssen, heisst es weiter. Angesichts des Sturms stelle dies ein schwieriges Unterfangen dar.

Gotthard wieder offen

Der Stromausfall in Uri führte zu technischen Problemen in mehreren Tunnel in der Zentralschweiz. Sowohl der Gotthard-, der Seelisberg-, sowie der Flüelen- und der Mositunnel mussten gesperrt werden.

Und zwar, weil laut einer Medienmitteilung von Viasuisse wichtige Einrichtungen wie etwa Lampen nicht mehr mit Strom versorgt werden konnten und so die Sicherheit nicht mehr gewährleistet war.

Bis um 13.30 Uhr konnte der Seelisbergtunnel auf der A2 und der Mositunnel auf der Axenstrasse wieder in beiden Richtungen freigegeben werden. Der Gotthardtunnel blieb noch bis um zirka 14.00 Uhr in Richtung Norden zu, da auf dem Autobahnabschnitt zwischen Göschenen und Amsteg Bäume von der Strasse gehievt werden mussten.

Beim Flüelentunnel, am südlichen Ende der Axenstrasse, gibt es jedoch weiterhin kein Durchkommen: Dieser ist seit Mittag in beiden Richtungen gesperrt. Der Verkehr wird über das Dorf Flüelen umgeleitet.

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