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Vier Verletzte nach Sessel-Absturz am Fronalpstock

Beim Absturz eines Sessels des Sessellifts Stoos-Fronalpstock SZ sind am späten Donnerstagabend vier Personen verletzt worden. Vier Helikopter brachten sie in Spezialkliniken.

Agentur
sda
Freitag, 07. Februar 2020, 01:37 Uhr Luzern
Unglück beim Sessellift Stoos-Fronalpstock im Kanton Schwyz. (Symbolbild)
Unglück beim Sessellift Stoos-Fronalpstock im Kanton Schwyz. (Symbolbild)
KEYSTONE/DPA/SWEN PFÖRTNER

Das Unglück ereignete sich kurz nach 22 Uhr in der oberen Sektion des Sessellifts, wie ein Sprecher der Kantonspolizei Schwyz auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA in der Nacht auf Freitag verschiedene Medienberichte bestätigte. Die Rettungskräfte seien vor Ort.

In einem Communiqué teilte die Kantonspolizei später mit, dass vier Personen, welche sich auf einem talwärts fahrenden Sessel der oberen Sektion des Sesselliftes befanden, zum Teil schwer verletzt wurden. Sechs Personen auf den nachfolgenden Sesselliften seien von Rettungskräften aber unverletzt geborgen worden.

Grossaufgebot an Sicherheitskräften

Es standen vier Rettungshelikopter, der Rettungsdienst Schwyz, die Feuerwehr Stoos sowie die Kantonspolizei Schwyz im Einsatz. Die Behörden wollen im Laufe des Freitags weiter über den Vorfall informieren, hiess es gegenüber Keystone-SDA.

Zur Klärung des genauen Herganges und der Unfallursache zogen die zuständigen Strafverfolgungsbehörden die Schweizerische Sicherungsuntersuchungsstelle (SUST) bei. Unklar blieb bisher insbesondere, weshalb der Sessellift so spät am Abend noch im Einsatz war. Der Betrieb der oberen Sektion des Sesselliftes Stoos-Fronalpstock sei allerdings bis auf Weiteres eingestellt, hiess es im Communiqué.

Es war nicht das erste Unglück an einem Sessel des Lifts am Fronalpstock. Im März 2016 war ein leerer Sessel der 4er-Sesselbahn Mettlen- Fronalpstock bei einer Bergfahrt zu Boden gestürzt. Der Absturz ereignete sich bei der Stütze Nummer 9. Es waren damals keine Personen verletzt worden. Der abgestürzte Sessel Nummer 38 und das Förderseil wurden aber durch das Ereignis beschädigt.

Diesmal kein starker Wind

Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) kam damals zu dem Schluss, dass der Sessel durch eine Windböe so weit entgegen der Fahrtrichtung ausgelenkt wurde, dass er an einer Stütze hängenblieb und dadurch vom Seil gehebelt wurde.

Zum Unfallzeitpunkt am Donnerstagabend habe am Fronalpstock kein Wind geherrscht, sagte ein Sprecher der Schwyzer Kantonspolizei. Die Abklärungen zum Unfallhergang seien voll im Gange.

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