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Federer hat in Kempraten mit dem Bau begonnen

Bei der Liegenschaft von Roger Federer in der Kempratener Bucht fahren die Bagger auf. Für 20 Millionen Franken sollen bis 2021 mehrere ein- bis zweistöckige Bauten entstehen. Und das Baden wird sicherer gemacht.

Fabio
Wyss
Mittwoch, 08. Januar 2020, 04:30 Uhr Weitere Bauten für 20 Millionen Franken

Roger Federer lässt seine Saison 2020 etwas ruhiger angehen und ist erst am Australian Open – ab dem 20. Januar – im Einsatz. Abseits des Tennisplatzes wird hingegen vorwärtsgemacht: Der Bau seines Anwesens in der Kempratener Bucht ist in vollem Gange.

Nachdem am 12. November Kanalisationsarbeiten und eine Meteorwasserleitung fertiggestellt wurden, legen nun Installationsarbeiten das Fundament für den Federer-Bau. Seit Weihnachten versperren schwarze Sichtschutzwände die Sicht, dahinter wird gebaggert und gepfählt. Geplant sind diverse ein- bis zweistöckige Flachdachbauten (siehe Grafik). Bestätigt wird die Meldung des Baustarts von Thomas Furrer, Bauchef von Rappers- wil-Jona.

Hoher zweistelliger Millionenbetrag

Neuigkeiten gibt es nun auch bezüglich der Kosten. Ende des Jahres 2018 wurde im Baugesuch eine Bausumme von 20 Millionen veranschlagt. Der geschätzte Wert der 18'000-Quadratmeter-Liegenschaft liegt zudem zwischen 40 und 50 Millionen Franken.

Dazu kommt wohl, wie vorgestern bekannt wurde, eine Altlastensanierung (siehe Box). Bis rund 90 Zentimeter Tiefe ist der Boden durch Bauabfälle belastet; die Dekontaminierung des Bodens im Wasser und in Wassernähe (markierte Zonen auf der Grafik) dürfte weitere Kosten verursachen. Gemäss der Bauverwaltung sieht man keine Gründe für eine Einsprache.

Die Firma BGS & Partner Architekten in Rapperswil, die das Projekt vor Ort koordiniert, hielt sich am Montag zu detaillierten Angaben zum Bau bedeckt – ebenso das Team von Saota Architecture in Kapstadt, welches den Federer-Bau plant. Das renommierte Architekturbüro aus Südafrika designt diverse extravagante Bauten, darunter Hotels und Villen in Spanien, Florida und Indonesien. Bis zu 60 Angestellte seien ihrerseits beim Bau des Luxusanwesens an der Zürcherstrasse involviert.

Parzelle in Herrliberg nach wie vor in Federers Besitz

Nichts Neues gibt es aus Herrliberg: Ende 2011 hatte Federer dort eine Parzelle gekauft. Letzten April wollte er diese verkaufen. Kostenpunkt: 35 Millionen Franken. Die 5600 Quadratmeter umfassende Parzelle wurde bislang noch nicht verkauft. Wie der «Tages-Anzeiger» vorrechnete, hat Federer mit der Parzelle durch steigende Immobilienpreise einen Gewinn von 13,5 Millionen Franken erwirtschaftet.

Wann sich die Familie Federer in der Rosenstadt niederlässt, ist derzeit noch nicht bekannt. Das Bauvorhaben soll aber bis 2021 abgeschlossen sein.

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