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Polizei übt für den Terrorfall

Am 11. November bereitet sich die Schweiz auf das Schlimmste vor: An jenem Tag startet eine nationale Anti-Terror-Übung. Regierungsrat Peter Peyer erklärt, inwiefern die Sicherheitsverbundsübung auch Graubünden betrifft.

Südostschweiz
Mittwoch, 06. November 2019, 04:30 Uhr Anti-Terror-Übung
Wie weiter? Am 11. November setzt sich die Schweiz mit einer Terrorübung auseinander.
SYMBOLBILD ARCHIV

Drei Mitglieder der fiktiven ausländischen Terrororganisation Global Liberation Front stehen in Bellinzona vor Bundesgericht. Sie haben sich für den vor zwei Jahren verübten Bombenangriff auf den UNO-Sitz in Genf zu verantworten, der Tote und Verletzte forderte. Nun versucht Global Liberation Front die Schweiz mit einer Serie von Terroranschlägen dazu zu bringen, die Angeklagten freizulassen. Als erstes macht sie einen Angriff auf das Atomkraftwerk Beznau.

Dieses Szenario hat sich der Nachrichtendienst ausgedacht. Es ist die Ausgangslage der zweieinhalbtägigen Übung für schweizweit 70 Stäbe. In Graubünden sind in erster Linie das kantonale Polizeikorps und das Amt für Militär und Zivilschutz involviert. Sie müssen sich mit der fiktiven Situation auseinandersetzen, entscheiden, wie sie in Ernstfall vorgehen würden und allenfalls weitere Institutionen wie Feuerwehr und Regierung miteinbeziehen.

Eine Art Plan-Spiel

«Von dieser Übung wird man von aussen nichts merken», erklärt Regierungsrat Peter Peyer gegenüber TV Südostschweiz. «Sie wird in Theorie durchgeführt.» Es gehe dabei um die Zusammenarbeit mit den anderen Kantonen, darum, welche Korps und Einsatztruppen wo aufgestellt werden. «Stellen Sie sich eine Art Plan-Spiel vor: Wo werden welche Truppen für ihren Einsatz platziert? Kann auf alltägliche polizeiliche Aufgaben wie beispielsweise Verkehrskontrollen in dieser Ausnahmesituation verzichtet werden?»

Terroranschläge sind überall möglich

Im Alltag sei Terror in Graubündens kein grosses Thema, sagt Peyer. «Aber nach diversen Anschlägen in den vergangenen Jahren weiss man, dass Terror auch in der Schweiz ein realistisches Szenario ist.»

Letztmals wurde der Umgang mit einem solchen Schreckensszenario 2014 geübt. Damals ging es um einen flächendeckenden Stromausfall, gefolgt von einer Pandemie. (sz)

Regierungsrat Peter Peyer sprach mit TV Südostschweiz:

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