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Rossboden bleibt während vier Wochen teilweise gesperrt

Bis Mitte Oktober sind unter der Woche während des Tages Teile des Rossbodens für die Bevölkerung gesperrt. Dies ist eine Sicherheitsvorkehrung als Folge des Schiess- und Übungsbetriebes.

Patrick
Kuoni
Donnerstag, 26. September 2019, 14:22 Uhr Wegen militärischen Übungen
Militär Chur Rossboden Waffenplatz Schiessen Soldaten
In den nächsten Wochen finden auf dem Rossboden zahlreiche Schiessübungen statt.
ARCHIV/PATRICK KUONI

Wer aktuell als Privatperson auf das Rossboden-Areal gelangen will, der steht an mehreren Orten vor verschlossenen Toren. Stattdessen wird auf einem orangen A4-Zettel über Sperrzeiten informiert. So ist der Rossboden am Donnerstag 27.9 von acht bis 17 Uhr für den Durchgangsverkehr gesperrt. 

Wie Daniel Steiner, Kommandant der Infanterieschule 12 in Chur auf Anfrage bestätigt, wird der «bundeseigene Waffen- und Schiessplatz der Armee in dieser und den kommenden Wochen infolge des Schiess- und Übungsbetriebes während der Verbandsausbildungsphase der Infanterie Rekrutenschule 12  insgesamt an 17 Tagen während gewissen Tageszeiten, meist zwischen acht und 17 Uhr aus Sicherheitsgründen für den zivilen Durchgangsverkehr gesperrt.» Konkret geht es um die Zeitspanne vom 23.9. – 18.10. «Die Sperrzeiten betreffen das gesamte umzäunte Schiess- und Übungsplatzareal Rossboden/Rheinsand der Armee auf dem Waffenplatz Chur», erklärt Steiner. In der übrigen Zeit und am Wochenende sei der Durchgang über den Waffen- und Schiessplatz im normalen Rahmen möglich. Steiner betont ausserdem, dass der Fuss- und Fahrradverkehr über den offiziellen Veloweg zwischen Chur und Felsberg entlang der RhB-Geleise und der A13 von den Sperrungen nicht betroffen ist und auch während dem Übungs- und Schiessbetrieb der Armee jederzeit passierbar bleibt.

Sperrperiode kürzer

Gemäss dem Oberst im Generalstab sind diese Sperrungen keine neue Praxis, sondern entsprechen dem üblichen Rahmen der letzten Jahre.  Aufgrund des aktuellen Übungsbetriebes sowie einigen ausbildungstechnischen Auflagen ist die Sperrperiode in diesem Herbst etwas konzentrierter als beispielsweise 2018. Die generellen Sperr- und Schiesszeiten seien auch den Anwohnergemeinden Chur und Felsberg bekannt und mit diesen im Grundsatz abgesprochen.

Diese Sperrperiode dürfte wohl den Initianten der Initiative «Schutz vor Schiesslärm» entgegenkommen. Denn in und um Chur werden seit einigen Wochen Unterschriften zur Einschränkung des Schiesslärmes auf dem Rossboden gesammelt. Kommen 800 Unterschriften für die Initiative zusammen, geht diese in den Gemeinderat und kommt später auch vors Volk.

Steiner hielt im Zusammenhang mit der jetzigen Sperrung fest: «Die Armee ist sich der verschiedenen Emissionen und Einschränkungen rund um den eidgenössischen Waffenplatz Chur vollkommen bewusst und unternimmt alles, um die Belastung durch den Ausbildungs- und Übungsbetrieb der Truppe auf dem Waffenplatz Chur auf ein Minimum zu beschränken und so gering wie möglich zu gestalten.» Letztendlich sei die Schweizer Armee jedoch die einzige strategische Sicherheitsreserve unseres Landes und damit der Garant für die Sicherheit und Freiheit der Schweiz sowie den Schutz der Bevölkerung. «Die Schweizer Armee übt damit für die Sicherheit und den Schutz unserer Bevölkerung und zählt dabei auch auf das Verständnis seitens der Bevölkerung», beschwichtigt Steiner.

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