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South Carolina ordnet Küsten-Evakuierung wegen Hurrikans an

Wegen des herannahenden Hurrikans «Dorian» hat der US-Bundesstaat South Carolina eine Evakuierung seiner kompletten Küste angeordnet. Die Anwohner müssen sich ab Montagmittag in Sicherheit bringen.

Agentur
sda
Montag, 02. September 2019, 05:11 Uhr Washington/Miami
Aufgrund des herannahenden Hurrikans "Dorian" müssen Hunderttausende in den USA laut einer Behördenanweisung ihre Häuser verlassen.
Aufgrund des herannahenden Hurrikans "Dorian" müssen Hunderttausende in den USA laut einer Behördenanweisung ihre Häuser verlassen.
KEYSTONE/AP NOAA

Dies ordnete Gouverneur Henry McMaster am Sonntag (Ortszeit) an. Der Hurrikan der gefährlichsten Kategorie soll dort nicht vor Mittwoch eintreffen. Prognosen zufolge dürfte «Dorian» von den Bahamas kommend frühestens am Montagabend das Festland von Florida erreichen.

Die Evakuierung soll nach örtlichen Medienberichten hunderttausende Personen betreffen, was keine populäre Massnahme sein dürfte. «Wir können nicht alle Menschen zufriedenstellen, aber wir können alle Menschen am Leben halten», sagte McMaster bei einer Pressekonferenz. Bis zu 830'000 Anwohner müssen sich ab Montagmittag in Sicherheit bringen, konkretisierten die US-Behörden am Sonntag (Ortszeit). Schulen und Behörden in den Gebieten würden zudem geschlossen bleiben. Am Sonntagabend ordnet zudem auch Georgia die Evakuierung von Küstengebieten an.

Wucht des Sturms

Meteorologen erwarteten, dass «Dorian» unmittelbar vor Florida nach Norden abdrehen wird und dann zerstörerische Winde, Sturmfluten und heftige Regenfälle in die nördlich angrenzenden Bundesstaaten Georgia, South Carolina und North Carolina bringen wird.

Das Zentrum des Hurrikans war am Sonntag mit zerstörerischen Windgeschwindigkeiten von bis zu 295 Kilometern pro Stunde auf die nördlichen Bahamas getroffen. Dort drohten lebensgefährliche Sturmfluten von bis zu sieben Meter Höhe. Experten befürchteten infolge des Hurrikans grosse Zerstörung. «Dorian» bewegte sich am Sonntagabend (Ortszeit) mit sieben Stundenkilometern westwärts.

Das US-Hurrikan-Warnzentrum NHC sprach von «katastrophalen Bedingungen» im Westen der insgesamt 700 Inseln zählenden Bahamas. Hubert Minnis, Ministerpräsident der Inselgruppe zwischen Florida, Kuba und Haiti, rief die Bevölkerung auf, sich so schnell wie möglich in Sicherheit zu bringen.

Wasser bis zum Dach

Teile der Abacos-Inseln wurden überschwemmt. Die Wetterbehörden hatten vor bis zu sieben Meter hohem Hochwasser gewarnt. Auf der Website der Zeitung «Tribune 242» waren Aufnahmen einer Küstenstadt zu sehen, in denen das Wasser bis zu den Häuserdächern reichte. Über Opfer wurde aber zunächst nichts bekannt.

Bahamas-Regierungschef Minnis brach einem Medienbericht zufolge während einer Pressekonferenz in Tränen aus und sprach vom «wahrscheinlich traurigsten und schlimmsten Tag meines Lebens». Einen Hurrikan wie «Dorian» habe es in der Geschichte der Bahamas nie gegeben, sagte er weiter.

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