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Das Unterengadin muss länger auf den Zug warten

Ein halbes Jahr Bus statt Bahn, darauf haben sich die ÖV-Benutzer im Unterengadin eingestellt. Der Tunnel Magnacun wird zurzeit saniert und die Bahnstrecke zwischen Susch und Scuol-Tarasp ist gesperrt. Nun ist klar, dass die Totalsperrung gar einen Monat länger dauern wird als geplant.

Südostschweiz
Mittwoch, 19. Juni 2019, 11:35 Uhr RhB-Totalsperre verlängert
Beim Magnacuntunnel wird länger gebaut als gedacht. Für die RhB ist kein Durchkommen.
RHÄTISCHE BAHN

Im Bezug auf den Bahnverkehr steckt das Unterengadin seit März in einer Ausnahmesituation. Wegen Bauarbeiten am Magnacuntunnel ist die Region komplett abgeschnitten. Bis Anfang September sollte diese Totalsperre der RhB-Strecke eigentlich dauern. Durch Komplikationen beim Bauen muss sie jedoch verlängert werden, wie die Rhätische Bahn (RhB) mitteilt. Die Sperrung dauert neu statt bis zum 7. September bis zum 6. Oktober.

Technische Probleme hätten den Baufortschritt trotz zeitlicher Reserven behindert, heisst es. Die 250 Meter lange Instandsetzungsstrecke des Tunnels stelle die Tunnelbauer vor unerwartete Herausforderungen. Die komplexen Baugrundverhältnisse und Bergwasser würden den Baufortschritt erschweren.

Für die Fahrgäste der RhB bedeutet die Verlängerung, dass der Bahnersatzbetrieb mit Bussen bis zum Oktober unverändert beibehalten wird. Auch die alternative Umschlagsmöglichkeit für die Transportkunden der Bündner Güterbahn am Bahnhof Zernez wird weiter angeboten.

Der Autoverlad Vereina und die Direktverbindungen zwischen Landquart und St. Moritz sind von der Totalsperre nicht betroffen. (rac)

Neben dem Magnacun Tunnel wird auch der Tunnel Giarsun saniert. ARCHIV

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