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Freie Fahrt auf dem Flüelapass

Seit 15 Uhr ist der Flüelapass wieder offen und befahrbar - einen Monat später als gewöhnlich. Damit hat der Pass zwischen Davos und Susch eine ausserordentlich lange Wintersperre hinter sich.

Südostschweiz
Dienstag, 04. Juni 2019, 15:16 Uhr Nach aussergewöhnlich langer Wintersperre

In diesem Winter fiel in Graubünden aussergewöhnlich viel und lange Schnee. Diese Schnee- und Wetterverhältnisse haben die Öffnung des Flüelapass immer wieder verzögert. Traditionellerweise wird der Pass, der das Engadin mit dem Landwassertal verbindet, Anfang Mai wieder für den Verkehr freigegeben. Dieses Jahr wurde erst am 4. Juni verkündet, dass der Pass wieder offen sein werde.

Zum Vergleich: Am 21. Mai 2018 lagen auf dem Pass 27 Zentimeter Schnee. 2019 waren es am gleichen Tag fast 3 Meter. Immer wieder mussten in den letzten Wochen hohe Schneemengen weggeräumt werden, und auch die Lawinengefahr war hoch. Mit Schneeräumungen und Sprengungen versuchten die Verantwortlichen, die Gefahrenstellen zu beseitigen.

Dank dem guten und warmen Wetter habe die letzte Sprengung vom Montag nun endlich den erhofften Erfolg gebracht, teilt Pro Flüela mit. Der Pass werde am Dienstag um 15 Uhr dem Verkehr übergeben.

Passsperre sorgt für RhB-Rekordzahlen

Aufgrund der verlängerten Wintersperre am Flüelapass hat auch die Rhätische Bahn (RhB) ihren Winterfahrplan um einen ganzen Monat verlängert. So fuhren jeden Abend zusätzliche Verbindungen durch den Vereina. Mit der Öffnung des Flüelapasses stellt nun auch die RhB am Autoverlad Vereina vom Winter- auf den Sommerfahrplan um.

Die lange Wintersperre habe der RhB Rekordfrequenzen beschert, teilt das Unternehmen mit. Noch nie seit seiner Eröffnung vor 20 Jahren wurden im Mai so viele Fahrzeuge durch den Vereinatunnel transportiert. Mit knapp 18‘000 Fahrzeugen waren es 56 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die lange Aufrechterhaltung des Winterfahrplans war aber auch eine Herausforderung, wie es weiter heisst. So musste für jeden einzelnen Tag, der noch im Winter- statt im Sommerfahrplan gefahren wurde, zusätzliches Personal gefunden werden. Die Disposition war insofern gefordert, weil, wie im Mai durchaus üblich, viele Mitarbeitende, die am Vereina eingesetzt werden, in den Ferien weilten. (rac)

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