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Dem Churer Schutzwald gehts nicht gut

Der Sommer 2018 war lang, heiss und aussergewöhnlich trocken. Umstände, die dem Churer Wald stark zugesetzt haben. Viele Bäume sterben ab, sind dürr und treiben nicht mehr aus. Einige Bäume sind deshalb ein Sicherheitsrisiko und müssen gefällt werden.

Südostschweiz
Donnerstag, 23. Mai 2019, 13:30 Uhr Nach Hitzesommer 2018
Wald Baum Bäume
Die Bäume in Chur leiden immer noch unter den Folgen des Hitzesommers 2018.
ARCHIVBILD YANIK BUERKLI

Der Hitzesommer 2018 und dessen Trockenheit und Feuerverbote sind bestimmt vielen Bündnern in Erinnerung geblieben. Das gilt auch für den Churer Wald, der über die Hälfte des Churer Bodens ausmacht. Die Hitze und die damit verbundene Trockenheit setzen ihm bis heute zu, wie die Stadtkanzlei mitteilt. Die Folge seien absterbende, teilweise dürre und nicht mehr austreibende Bäume.

Diese Umstände betreffen praktisch den ganzen Wald. Am stärksten Weisstannen, Fichten, Föhren und Buchen an flachen und trockenen Standorten bis auf eine Höhenlage von etwa 900 Metern. Ein Teil der betroffenen Bäume muss aus Sicherheitsgründen gefällt werden, wie es weiter heisst. Bereits im Dezember seien im Rheinwäldli rund 150 aufgerüstet worden. Auch an der Halde, oberhalb des Lürlibadwegs müssen über 100 Bäume weg. Nicht gefällt werden müssen jedoch die Bäume im unteren Teil des Pizokels, weil von ihnen im Moment keine Gefahr ausgeht. Alle dürren Bäume im Churer Wald, von denen keine Gefahr ausgeht, werden stehenbleiben.

Insgesamt sind der Trockenheit des vergangenen Sommers 1000 Bäume im Churer Wald zum Opfer gefallen. Damit es dem Wald bald wieder besser geht, ist regenreiches und kühles Wetter in diesem Jahr nötig, wie es weiter heisst. Die Situation werde durch den Forstdienst permanent beobachtet.

Waldbrandgefahr könnte steigen

Rund 80 Prozent des Churer Waldes schützen die Stadt und seine Bewohner vor Naturgefahren. Dieser Schutz, der durch die dauernde Bewirtschaftung des Waldes sichergestellt wird, ist durch die Folgeschäden des Sommers 2018 nicht beeinträchtigt, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Hingegen könne durch die Trockenheit und die dürren Bäume das Risiko für Waldbrände durchaus steigen. Dies sei mit ein Grund, weshalb die Stadt Chur zusammen mit Unterstützung des Kantons im Gebiet Mittenberg schon seit Längerem ein Löschwasserbecken zur Unterstützung einer allfälligen Waldbrandbekämpfung plane. Es wird noch in diesem Jahr realisiert. (rac)

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