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Premiere für Vegetarier in Chur

Das erste Vegifest in Graubünden öffnet am Samstag seine Türen.13 Stände, ein Brunch, ein Vortrag und zum Abschluss eine Yogastunde warten auf die Besucher.

Freitag, 17. Mai 2019, 04:30 Uhr Neuer Event

Das erste Vegifest in Graubünden steht vor der Tür. Am Samstag, 18. Mai, gibt es in der Aula der HTW Chur viel Veganes zu entdecken. Alle seien herzlich willkommen – ob Fleischesser, Vegetarier oder Veganer, sagt Alexandra Moser Initiantin des Fests gegenüber «suedostschweiz.ch». Sie sei selber seit sieben Jahren Veganerin und habe sich so einen Event in der Region Graubünden immer gewünscht. Auf Facebook habe sie dann die beiden HTW Studentinnen Iliana Perera und Marlise Freitas kennengelernt. Gemeinsam beschloss das Trio, den Event in Chur auf die Beine zu stellen.

Insgesamt stellen 13 nationale Unternehmen ihre Produkte vor. Aber nicht alles dreht sich ums Essen. Auch vegane Kosmetik, Kochutensilien, Schuhe oder Accessoires werden dem Publikum präsentiert. Das vielfältige Angebot soll vor allem Neulingen helfen, sich in der veganen Welt zurechtzufinden, so Moser.

Brunch ist ausverkauft

Der Tag beginnt mit einem Brunch, bei welchem verschiedene Hobbyköche die Gäste verwöhnen werden. Dazu sind aber alle Plätze schon vergeben. Von 9.30 Uhr bis 17 sind jedoch die Türen durchgehend für Entdeckungsreisen geöffnet. Abgerundet wird das Angebot mit einem Gastvortrag der Luzerner Influencerin und Veganerin Anja Zeidler und einer Yogastunde um 16 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos.

Das Restaurant NoName in Chur ist auch vor Ort und serviert seinen legendären «Beyond Meat Burger».

Fleischkonsum belastet die Umwelt

Saftige Hamburger, Steaks oder die heimischen Bratwürste gehören bei vielen besonders im Sommer auf den Grill. Dass es auch anders geht, wird am Vegifest in Chur gezeigt. Denn Fakt ist: Tierische Produkte belasten die Umwelt deutlich mehr als pflanzliche. Für die Produktion von einem Kilo Rindfleisch, werden 15,4 Kilogramm CO2 emittiert. Im Vergleich: Bei Linsen sind es 0,7 Kilogramm CO2 pro Kilo.

Quelle: Schweizer Bauernverband, Agristat - Nahrungmittelbilanz

Die Grafik zeigt, dass in der Schweiz noch immer eine grosse Menge an Tierprodukten konsumiert wird. Rund 50 Kilogramm Fleisch pro Kopf verzehren wir jährlich. Die Veranstalterinnen erhoffen sich, dass das Vegifest den einen oder die andere zum Nachdenken bringt. Moos wünscht sich, dass die Leute die Inspiration nutzen und einen oder mehrere vegane Tage pro Woche einlegen würden.

Klimafreundliches Essen hat in der Tat Einfluss auf die Umwelt. Das bestätigt auch das ETH-Spin-off-Unternehmen Eaternit. Würden alle US-Amerikaner und Europäer dreimal die Woche klimafreundlich essen, hätte dies denselben Effekt, wie wenn 57 Millionen Autos von den Strassen verschwinden würden.

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