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Glarus nimmt Abschied von Clown Mugg

Urs Muggli alias Clown Mugg ist am Dienstag auf einer Velofahrt verstorben. Die Nachricht seines Todes löst grosse Betroffenheit aus. Am Sonntag beginnt trotzdem die Saison im Zirkus Mugg – «Mugg hätte es so gewollt.»

Ueli
Weber
Donnerstag, 09. Mai 2019, 04:30 Uhr Abschied
Urs Muggli alias Clown Mugg ist mit 59 Jahren gestorben.
SASI SUBRAMANIAM

Der Clown und Gründer des Zirkus Mugg, Urs Muggli, ist am späten Dienstagnachmittag verstorben. Muggs Familie vermeldete seinen Tod gestern Nachmittag. «Die Zirkusfamilie und die Mitarbeitenden sind zutiefst bestürzt über den viel zu frühen Tod von Mugg», schreibt sie in einer Medienmitteilung.

Urs Muggli fuhr am späten Dienstagnachmittag mit dem Velo die Klausenstrasse in Linthal hoch. Beim Restaurant «Bergli» stürzte er laut einer Polizeimeldung ohne Dritteinwirkung und blieb regungslos liegen. Die alarmierte Rega konnte trotz Reanimationsmassnahmen nur noch seinen Tod feststellen. Der Unfallhergang und die Todesursache werden untersucht.

«Sein plötzlicher Tod hinterlässt neben der tiefen Trauer auch eine sehr grosse Lücke im Unternehmen», schreibt seine Familie. Urs Muggli wurde 59 Jahre alt.

Er machte seinen Traum wahr

Urs Muggli hängte vor 18 Jahren seinen Job an den Nagel und machte seinen Lebenstraum wahr: Er zog in einen Wohnwagen und machte die Clownerie zum Beruf. 2005 gründete er als Clown Mugg mit seinen Söhnen in Engi den Zirkus Mugg. 2012 zogen die Mugglis nach Betschwanden, wo heute die Zirkusstadt Mugg steht. Muggli leitete sie mit seinen Söhnen und deren Ehefrauen. Jährlich verbringen Hunderte Kinder ihre Sommer im Zirkuslager.

Saison beginnt wie geplant

Die Familie hat sich entschieden, dass das Saisonstartfest im Zirkus Mugg am kommenden Sonntag, 12. Mai, im gewohnten Rahmen stattfinden soll. Sie sei überzeugt, dass Mugg das so gewollt hätte. Wenige Stunden vor seinem Tod gab er noch das «Gut zum Druck» für das Buch «Zirkus Mugg. Eine Geschichte zum Staunen». Auch dieses soll trotz des tragischen Ereignisses erscheinen.

Grosse Anteilnahme

Auf der Facebook-Seite der Zirkusstadt Mugg hinterliessen gestern unzählige Bekannte, Freunde und Fans Mitleidsbekundungen und drückten ihre Trauer aus. Regierungsrat Benjamin Mühlemann sagte gestern zum plötzlichen Tod Mugglis: «Eine schlimme Nachricht mehr, die mich auch persönlich betroffen und nachdenklich macht.» Urs Muggli habe mit dem Zirkus Mugg eine Institution auf die Beine gestellt, die man nicht mehr aus dem Glarnerland wegdenken wolle, so der Vorsteher des Kulturdepartementes. «Clown Mugg und seine Zirkusfamilie machen das Leben im Kanton zu einem Erlebnis.»

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