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Auch bei Arosa bröckelt der Berg

In ganz Graubünden lösen sich Gesteinsmassen. In Arosa hat sich im Spätherbst ein Felssturz ereignet, der erst jetzt bekannt wurde.

Südostschweiz
Samstag, 13. April 2019, 13:43 Uhr Felssturz
So berichtete die «Aroser Zeitung» über den Felssturz.
SUEDOSTSCHWEIZ.CH

Im Aroser Gebiet haben sich jüngst Felsstürze ereignet. Dies berichtet die «Aroser Zeitung» in ihrer aktuellen Ausgabe. Diese seien bislang nur von einzelnen Personengruppen lokalisiert worden, heisst es im Bericht weiter. An der Amselflue zwischen Arosa und Davos ereignete sich demnach bereits im Spätherbst ein Bergsturz. Ende Oktober wurde das Gebiet überschneit, im Winter aber von Skitourengängern erkannt, heisst es weiter.

Andreas Huwiler, Geologe beim Bündner Amt für Wald und Naturgefahren bestätigte den Felssturz an der Amselflue auf knapp 2800 Metern. Das Amt habe im November vom Felssturz gehört. Laut Informationen des Schnee- und Lawinenforschungsinstituts Davos hat sich der Felssturz zwischen 21. August und 9. Oktober ereignet. Möglicherweise handelte es sich aber nicht um ein Ereignis, sondern um eine Serie von kleinen Felsstürzen, sagte Huwiler der Zeitung.

«Ein ganzer Teil vom Grat ist weg, das Volumen dürfte einige Tausend Kubikmeter betragen haben, es ist aber sehr schwierig, dies abzuschätzen.» Die Ausbruchstelle liegt westlich der Maienfelder Furgga auf 2440 Metern. Weil kein Schadenpotenzial gegeben ist und von den Ablagerungen keine Gefährdungen ausgehen, wird die Gegend nicht weiter untersucht.
 
In jüngster Vergangenheit sorgten einige Felsstürze in Graubünden für Aufsehen: Am 19. März löste sich am Flüela Wisshorn Fels. Und am 16. März schob sich ein 800-Kubikmeter-Steinblock auf die Strasse Richtung Martina. (phw)

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