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Sardona-Steine als Sonderschau

Steine aus dem Welterbe der Tektonikarena Sardona werden als Sonderschau an den Mineralien- und Fossilientagen in St. Gallen präsentiert.

Südostschweiz
Donnerstag, 14. März 2019, 04:30 Uhr Welterbe
Ein Phantomquarz aus dem Calfeisental (Sammlung Peter Kürsteiner)
THOMAS SCHÜPBACH

Die Welterberegion Sardona biete aufgrund ihrer enorm hohen Geodiversität eine erstaunliche Fülle an unterschiedlichsten Mineralien, heisst es in einer Mitteilung der Tektonikarena. In grosser Arbeit und mit viel Herzblut sei es gelungen, die Mineralien-Schätze der Tektonikarena Sardona aus vielen Sammlungen zusammenzutragen und in einer Sonderschau publikumswirksam zu präsentieren.

Bestaunen kann man die Vielfalt der Farben und Formen der Mineralien aus der Tektonikarena Sardona anlässlich der Mineralien- und Fossilientage in St. Gallen. Diese finden am 16. und 17. März von 10 bis 17 Uhr in der Sporthalle Kreuzbleiche in St. Gallen statt.

70 Aussteller mit ihren Schätzen

Neben der Sonderausstellung zu den Sardona-Steinen habe man rund 70 Aussteller gewinnen können, die ihre neuesten und schönsten Schätze ausstellen. Dazu gibt es Aktivitäten wie Speckstein-Schnitzen und Goldwaschen unter der Anleitung eines Fachmanns. Zudem betreibt der Mineralogische Verein St. Gallen einen Infostand, bei dem man seine Mineralien bestimmen lassen kann.

Seit elf Jahren Welterbe

Im Juli 2008 wurde die rund 330 Quadratkilometer grosse einzigartige und ursprüngliche Hochgebirgslandschaft rund um den Piz Sardona im Grenzgebiet der Kantone Glarus, St. Gallen und Graubünden von der Unesco auf die Welterbeliste gesetzt.

Die Tektonikarena Sardona besitze einen grossen pädagogischen und wissenschaftlichen Wert, da es ein Zeuge für das Verständnis der Vorgänge der alpinen Gebirgsentstehung und der Plattentektonik ist. Nirgendwo sonst auf der Erde zeigen sich die Zeugen der Gebirgsbildung so monumental und anschaulich wie hier.

Die weltweite Einzigartigkeit der Tektonikarena Sardona wird zusätzlich durch ihre kontroverse Forschungsgeschichte und durch ihre noch immer anhaltende Bedeutung für die Geologie unterstrichen. Seit mehr als 200 Jahren forschen Erdwissenschaftler aus der ganzen Welt in diesem Gebiet. Die Resultate ihrer Forschungen haben das Verständnis für die Entstehung von alpinen Gebirgen revolutioniert. Wenig überraschend, dass da auch die einzelnen Mineralien aus dem Gebiet für die Forscher (und die Laien) interessant sind.

Im Gegensatz zur üblichen Gesteinsabfolge liegen an vielen Orten in der Tektonikarena Sardona uralte Gesteine auf viel jüngeren Gesteinsschichten. Diese Verkehrtlagerung konnten sich die Forscher lange Zeit nicht erklären.

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