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Die Kleinen ganz gross

Mit Kinderfasnacht, Monsterkonzert, Umzug und mehr haben die Stadtglarner nochmals Fasnacht zelebriert. Auch die Jüngsten sind vom Virus angesteckt.

Fridolin
Rast
Montag, 11. März 2019, 04:30 Uhr Fasnacht Glarus

Maskenball haben die Glarner Kinder am Samstag nicht in der Kinderkrippe gefeiert, sondern in der Geisterbahn, nicht im, aber vor dem Rathaus. Mit den Kindern tanzen die Betreuerinnen, die Eltern und Corina Elmer-Ferrari, Krippenleiterin und begeisterte Fasnächtlerin wie auch ihr Bruder Angelo Ferrari, der als Speaker auf den Turm steigt. Ferrari ist es denn auch, der auf dem Platz die ersten Guggen ansagt. «Mir günd eifach» macht den Start, «very British» gemäss Motto auf dem T-Shirt, Union Jack und Bärenfellmütze. Und vorneweg die kleine Posaunistin Mira Tresch im Schottenkaro.

Mit grossem Transparent, in voller Montur, ziehen die Kinderkrippen-Kinder und Betreuerinnen dann ein auf dem Rathausplatz, marschieren in einer Polonaise auf, manche samt Gehörschutz, der die empfindlichen Ohren schützt. «Mir günd eifach» geht wieder von der Bühne, es kommen die Guggenhüpfer Toggenburg aus Mogelsberg – und es kommt am Abend der Sternmarsch mit Monsterkonzert.

Vorher aber ziehen die Wagengruppen durch die Stadt, die Ziger-Family ganz glarnerisch als Markenbotschafter, andere von der Unterwelt inspiriert und in furchterregenden Kostümen. Wer weiss, ob nicht die letzte Teilnahme der Erben Fridolins und der Landvögte schaurig-morbide Sujets hervorgebracht hat?

Goldener Velobügel geht vorüber

Am Sonntag dann, bei ein bisschen trockenerem Wetter als am Samstagabend, paradieren sie nochmals vom Spielhof zum Rathausplatz durch die Hauptstrasse. Dazu kommen die Cliquen mit ihren grossen Sujetwagen. Viele hat man schon eine Woche vorher in Näfels sehen können. Doch die Ennendaner Spätzünder sind mit «Glarus – we’ve got a problem» nun da angekommen, wo sich künftig auch die Besatzung ihrer Mondfähre überlegen muss, ob sie eine, drei, 15 oder 8760 Stunden parkieren darf. Und die «Grufties» aus Glarus haben nicht nur ihrem Namen entsprechend alte Velos aus dem Keller geholt, sondern auch noch den goldenen Velobügel auf der «Stopp»-Markierung dazu konstruiert.

Auch am Umzug kommen die Kinder nochmals zum Zug, der Front-Schlagzeuger der Wiggisschränzer ebenso wie der Bub, der sich auf dem Dreirad vom Sujetwagen ziehen lässt.

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