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Postauto sucht nach neuem Standort für Zwischendepot

Nach dem Grossbrand von Mitte Januar steht den Postautos das Zwischendepot an der Emserstrasse nur noch bis Ende April zur Verfügung. Dafür können acht teilweise beschädigte Autos wieder repariert werden.

Simone
Zwinggi
Mittwoch, 13. Februar 2019, 04:30 Uhr Rollende Planung
17 Postautos wurden vom Brand komplett zerstört, acht teilweise beschädigte können repariert werden.
YANIK BÜRKLI

Direkt nach dem Grossbrand des Churer Postauto-Depots von Mitte Januar fanden die Postautos auf dem Areal der Fischer Logistik an der Emserstrasse ein neues temporäres Zuhause. Dort dürfen sie aber nur bis Ende April bleiben. «Das Zwischendepot an der Emserstrasse ist bis Ende April gesichert», sagt Katharina Merkle von der Medienstelle Postauto. «Postauto ist derzeit daran, eine Lösung für die Zeit danach zu finden.»

Lückenloser Fahrplan

Um den Fahrplan nach dem Brand aufrecht zu erhalten, wurden innert Kürze Postautos aus der ganzen Schweiz aufgetrieben. Das Ziel, einen lückenlosen Fahrplan anbieten zu können, sei gelungen, sagt Merkle. «Wir haben sehr viele positive Rückmeldungen von Kunden erhalten. Sie sagten, sie hätten nichts vom Brand und von fehlenden Postautos gemerkt.»

Dennoch sorgen die verbrannten Fahrzeuge auch heute noch für Umtrieb. Man sehe sich laufend um, wo es in der Schweiz noch Postautos gäbe, die man in Graubünden einsetzen könnte, so Merkle. Das erklärte Ziel von Postauto sei, «dass der Fahrgast nichts davon merkt, dass die aktuelle Situation eine Übergangslösung ist.» Und weil dieser Plan bisher so gut verlaufen sei, blicke man positiv auf die kommenden Monate, sagt Merkle weiter. «Wir sind zuversichtlich, dass wir einen lückenlosen Fahrplan aufrechterhalten können, bis die neuen Postautos geliefert werden.»

Rettung erfolgreich

Ein Puzzleteil zu dieser Zuversicht trägt vermutlich auch eine erfreuliche Meldung aus der Werkstatt bei. «Acht nur teilweise beschädigte Postautos können gerettet und voraussichtlich Ende Februar wieder eingesetzt werden», erklärt Merkle. 17 Postautos seien beim Brand vollständig zerstört worden, acht nur teilweise. Drei Fahrzeuge befanden sich gemäss Merkle zum Zeitpunkt des Brandes in der Garage, fünf in der Werkstatt, die dem Depot angegliedert ist. Diese acht Fahrzeuge werden nun repariert und sind bald wieder im Einsatz.

Neben den Reparaturarbeiten gilt das Augenmerk bei der Instandsetzung einem ganz bestimmten Aspekt: dem Geruch. «Eine auf Geruchsneutralisierung spezialisierte Firma sorgt dafür, dass der Brandgeruch aus den reparierten Autos verschwindet», so Merkle. Schliesslich sollen sämtliche Erinnerungen an die Brandnacht getilgt werden.

Glück im Unglück

Neben dem Verlust der Fahrzeuge und den langwierigen Folgen des Brandes gibt es etwas, das Merkle als «Glück im Unglück» bezeichnet. «Die vier neuen Doppelstöcker wurden zwei Tage nach dem Brand geliefert. Wären sie zwei Tage früher in Chur eingetroffen, wären auch sie Opfer der Flammen geworden», sagt Merkle. Die vier alten Doppelstöcker seien komplett ausgebrannt.

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