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Mehr Unfälle wegen schönem Wetter

2018 verunfallten deutlich mehr Versicherte der Suva beim Biken und Velofahren sowie beim Wandern und Spazieren als in den Jahren davor. Grund dafür waren die weit überdurchschnittlichen Temperaturen und das schöne Wetter.

Südostschweiz
Donnerstag, 31. Januar 2019, 04:30 Uhr Suva zieht Bilanz
Rettungsfahrzeug Spital Schiers
SYMBOLBILD YANIK BÜRKLI

2018 registrierte die Suva über 474'000 Unfälle bei ihren Versicherten, wie es in einer Mitteilung heisst. Das sind 2 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Berufsunfälle stieg um 1,9 Prozent, was sich mit der Zunahme der Anzahl Beschäftigten gemäss Bundesamt für Statistik (BSF) deckt. Die Zahl der Nichtberufsunfälle hingegen verzeichnete einen Anstieg um 2,7 Prozent, ist also höher als die Zunahme der Anzahl Beschäftigten.

Die Unfälle bei den als arbeitslos gemeldeten Personen, hat um 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr abgenommen. Das kann auf die gute Wirtschaftslage und den Rückgang der Arbeitslosenquote zurückgeführt werden.

Die Zunahme der gemeldeten Fälle von Personen mit Wohnsitz in den Kantonen Glarus oder Graubünden liegt bei 2,3 Prozent. Dabei führen die Skiunfälle die Statistik mit 23,8 Prozent an, gefolgt von Bikeunfällen mit 21,5 Prozent. Insgesamt wurden im Jahr 2018 14'909 Fälle gemeldet.

Wetterbedingungen waren verantwortlich

Schneereich im Winter und extrem trocken, warm und sonnig im Sommer, so präsentierte sich das Jahr 2018 in der Schweiz. Gemäss MeteoSchweiz war es das vierte Jahr in kurzer Folge mit weit überdurchschnittlicher Temperatur.

Im Gegensatz zu den Berufsunfällen hat die Zahl der Freizeitunfälle in den letzten Jahren zugenommen. Heute ereignen sich rund 60 Prozent der Unfälle in der Freizeit und 40 Prozent bei der Arbeit. Mit 276'317 Nichtberufsunfällen ihrer Versicherten verzeichnete die Suva einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr (+ 2,7 Prozent). «Aufgrund des schönen Wetters verbrachten die Menschen mehr Zeit draussen – sei es auf Wanderwegen, Biketrails oder auf der Skipiste», sagt Peter Andermatt, Statistiker der Suva. «Dementsprechend passierten auch mehr Unfälle». 

Die Suva versichert rund die Hälfte aller Berufstätigen in der Schweiz und gut einen Fünftel aller Betriebe (rund 2 Mio. Versicherte und 129'290 Unternehmen) gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. 

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