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Bär Napa bekommt neue Freunde

Schon bald gibt es zwei «Gspönli» für Bär Napa. Gemäss Arosa Tourismus will die Tierschutzorganisation Vier Pfoten notfallmässig zwei der letzten albanischen Restaurantbären retten. Sie sollen noch im Januar in Arosa ein neues Zuhause bekommen.

Südostschweiz
Freitag, 18. Januar 2019, 07:34 Uhr Notfalltransport nach Arosa
Napa ist bald nicht mehr alleine in Arosa.
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Bis Ende Monat will die Tierschutzorganisation Vier Pfoten zwei neue Tiere in die Obhut des Arosa Bärenlandes geben. Die beiden dreizehnjährigen Braunbären leben derzeit noch in einem privaten Mini-Zoo eines Restaurants in der albanischen Stadt Shkoder, wo sie seit Jahren mit einem eingeschränkten Bewegungsradius in einem nur 60 Quadratmeter grossen Metallkäfig gehalten werden und keine Winterruhe halten, wie es in einer Mitteilung von Arosa Tourismus heisst.

Weil die Gäste und Touristen die Haltung kritisiert hätten, habe sich der Besitzer nun entschlossen den Mini-Zoo zu schliessen. Dies bereits bis Ende Januar, weshalb die Bären auf ein neues Zuhause angewiesen seien. Für das Arosa Bärenland sei die Notfallaktion machbar. Dies trotz reduziertem Betrieb. «Die Tierpfleger, welche zur Zeit mehrheitlich andere Winterjobs in Arosa haben, zeigen sich bereit, das Pensum zu erhöhen, um die Betreuung der beiden Bären sicherzustellen», schreibt Arosa Tourismus. Das Bärenland hat Platz für bis zu fünf Bären. Napa, der erste und bisher einzige Bär im Bärenland, werde in seiner Winterruhe nur minim gestört.

Die Freude darüber, einen Platz für die beiden Bären in Not gefunden zu haben, sei bei Vier Pfoten gross: «Wir haben es uns im Rahmen der ‘Saddest Bears’-Kampagne zur Rettung der traurigsten Bären Europas zur Aufgabe gemacht, die grausame Bärenhaltung auch in Albanien zu beenden. Mit den beiden Bären, die wir nun ins Arosa Bärenland transferieren können, kommen wir unserem Ziel wieder einen Schritt näher. Wir sind sehr froh, dass die Bären im Arosa Bärenland ein neues Leben in natürlicher Umgebung werden beginnen können.»

Arosa Bärenland
Das schweizweit erste Bärenschutzzentrum bietet auf einer Fläche von knapp drei Hektaren bis zu fünf Bären, die aus schlechten Haltungsbedingungen gerettet wurden, ein artgerechtes Zuhause. Inmitten der natürlichen Berglandschaft mit Weiden, Sträuchern, Felsen, mehreren Teichen und Wald sowie Schnee können die Bären zu ihren natürlichen Verhaltensweisen zurückfinden.


Der 13-jährige Napa, der erste Bewohner des Arosa Bärenlandes, wurde als letzter serbischer Zirkusbär aus seiner misslichen Lage befreit.

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