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Im Unterengadin sterben künftig weniger Vögel

Seit Mittwoch wird im Unterengadin fleissig gefällt. Nicht etwa Bäume, sondern Strommasten aus Holz.

Südostschweiz
Mittwoch, 28. November 2018, 12:30 Uhr 1450 Strommasten verschwinden
Die beiden Gemeindepräsidenten von Scuol und Valsot, Christian Fanzun und Victor Peer, legen selbst Hand an.
PRESSEBILD

Im Unterengadin werden Strommasten gefällt. Den Start der «Fäll-Aktion» läuteten am Mittwoch die beiden Gemeindepräsidenten von Scuol und Valsot (siehe Bild oben) ein. Insgesamt werden 1450 Holzmasten dem Erdboden gleich gemacht – die ersten 450 bereits diesen Winter. Der grösste Teil des Rückbaus ist allerdings erst ab dem Jahr 2020 geplant.

Aaaaachtung ...
... Holzmast fällt. PRESSEBILDER

Engadiner haben noch Strom

Per Ende Oktober wurde der erste Teil der Kabelleitung zwischen Pradella und Ramosch erfolgreich im Boden eingezogen und in Betrieb genommen, womit mit dem Rückbau der Freileitung in diesem ersten Abschnitt begonnen werden kann. Dies sehr zur Freude der Schweizerischen Vogelwarte Sempach, wie es in einer Mitteilung der Engadiner Kraftwerke heisst. Der Regionalkoordinator der Vogelwarte, David Jenny, war am Mittwoch dabei, als die erste Holzstange fiel. Damit sei ein wichtiger Schritt für den Vogelschutz gemacht worden.

Tödliche Gefahr

Elektrische Freileitungen stellen nämlich für Greifvögel und Eulen oft eine tödliche Gefahr dar, wie im Schreiben betont wird. Häufig komme es beim nachtaktiven Uhu vor, dass er beim An- oder Abflug von einem Mast mit den Flügeln die Stromleitung berührt und am Stromschlag stirbt. (so)

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