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Auf dem Albula wird aufgeräumt

Das Sturm «Vaia» hat letzte Woche grosse Schäden verursacht. Betroffen war besonders das Gebiet auf dem Albula. Vier Hochspannungsmasten wurden beschädigt und das Berggasthaus Albulahospiz verlor durch den Sturm sogar sein Dach. Nun geht es darum, die Schäden zu beseitigen und alles wieder aufzubauen.

Seraina
Zinsli
Freitag, 09. November 2018, 04:30 Uhr Nach Sturm «Vaia»

Letzte Woche hat der Sturm «Vaia» gewütet. Die Schäden waren gross. Besonders auf dem Albula. Dort wurden vier Hochspannungsmasten geknickt oder sind aufgrund des Sturmes gar umgestürzt. Wie «suedostschweiz.ch» berichtete, wurde auch das Dach des Berggasthauses Albulahospiz in Mitleidenschaft gezogen und vom Sturm weggefegt. Jetzt müssen die Schäden beseitigt werden.

Räumungsarbeiten dauern an

Die vier Hochspannungsmasten, die auf dem Albula geknickt oder umgestürzt sind, gehören der Firma Swissgrid. Laut Patrick Mauron, Medienverantwortlicher von Swissgrid, sind die beschädigten Leitungen zurzeit selbstverständlich ausser Betrieb. Denn es handle sich um zwei 380 Kilovoltleitungen.

Bereits Ende der letzten Woche habe man die Schäden begutachtet und sei nun dabei diese zu räumen. «Das heisst, dass zuerst einmal die Leiterseile gesichert und dann abgespannt werden. Im Anschluss werden die kaputten Masten demontiert und abtransportiert», erklärt Mauron. Wie er schätzt, werden die Arbeiten sicher noch bis nächste Woche dauern und ein Grossteil der beschädigten Masten bis Ende der nächsten Woche abtransportiert sein.

Auch die Strasse über den Albula wird noch bis nächste Woche geschossen bleiben, wie der Kanton Graubünden mitteilt.

Regionale Versorgung nicht primär betroffen

Es könne durchaus sein, dass in der Sturmnacht der ein oder andere Stromausfall in einigen Haushalten kurzzeitig zu spüren gewesen sei. Die regionale Versorgung der Haushalte erfolge aber über die regionalen Verteilnetzbetriebe, wie beispielsweise Repower. Deshalb hätte der Ausfall der Leitung, die auf dem Albula ausser Betrieb ist, aber im Prinzip keinen Einfluss auf die Stromversorgung gehabt. «Da das Übertragungsnetz der Schweiz so ausgelegt ist, dass Ereignisse wie dieses abgefedert werden können. Das bedeutet, wenn ein kritisches Netzelement ausfällt, ist die Netzsicherheit und –stabilität trotzdem noch gewährleistet», erklärt Mauron. Deshalb habe man aus Sicht von Swissgrid und aus Sicht des Übertragungsnetzes keine Versorgungsunterbrüche gehabt.

Die «Aufgabe» der beschädigten Leitungen werde zurzeit von anderen Leitungen übernommen. Trotzdem werde die Instandsetzung der Leitungen so schnell wie möglich angegangen, sagt Mauron. Ob es eine temporäre Ersatzlösung gäbe oder bereits eine definitive Instandsetzung gäbe, werde in den nächsten Tagen bestimmt.

Es hat bereits ins Albulahospiz reingeschneit

Gemäss Urs Niederegger, Gemeindeschreiber von La Punt Chamues-ch, haben auch die Arbeiten am Dach des Albulahospiz begonnen. Das Gebäude sei bereits eingerüstet worden, denn es müsse so schnell wie möglich ein Notdach gebaut werden, damit es nicht noch mehr Schäden gäbe. «Man ist bereits daran dieses Notdach zu bauen», sagt Niederegger. Glücklicherweise könnte man sagen, denn es habe bereits ein wenig in das Gebäude reingeschneit. «Wir hatten Glück. Der Schnee konnte rausgeschaufelt werden und weitere Schäden in den unteren Stockwerken des Berggasthauses hat es nicht gegeben», sagt Niederegger.

Schäden habe es vor allem am Dach und im Dachbereich gegeben. So seien auch zwei bestehende Zimmer beschädigt worden.

Quelle: www.srf.ch

Über 200'000 Franken Schaden

Die Kosten der Instandsetzung seien schwierig abzuschätzen. «Nur schon die Einrüstung des Gebäudes und das Notdach kosten relativ viel. Dann kommt im Frühling noch der Bau des definitiven Dachs dazu», erklärt Niederegger. Insgesamt schätzt er die Kosten für die Instandsetzung des Albulahospiz und der Alp Albulahospiz auf über 200’000 Franken.

Damit der Betrieb im Berggasthaus weitergehen könne, müsse man warten bis das definitive Dach im Frühling fertiggestellt worden sei.

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