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Viel dreister geht es nicht mehr

In Chur läutet ein Trickdieb direkt an einer Wohnungstür und überrumpelt mit seiner Geschichte die Bewohnerin. Unbedingt anzeigen, sagt die Polizei.

Pierina
Hassler
Mittwoch, 10. Oktober 2018, 20:03 Uhr Trickdiebe
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Achtung vor Unbekannten: Mit einer dreisten neuen Masche versuchen Trickdiebe Geld an der Haustür zu erschleichen.
ARCHIVBILD

Trickbetrüger rufen bei älteren Herrschaften an und treten am Telefon als Polizisten auf. Trickbetrüger geben sich als Freunde von Verwandten aus. So arbeiten Trickbetrüger – das sind ihre bekannten Maschen. Was aber am Dienstagabend in Chur passierte, geht noch einen Schritt weiter und ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten.

«Ein Mann läutete an meiner Haustüre», erzählt eine Churerin, die im Gäuggeliquartier wohnt. «Er gab sich als Nachbar aus, der sich aus seiner Wohnung ausgeschlossen habe.» Weil er jetzt weder Handy noch Portemonnaie besitze, aber dringend mit dem Zug zur Arbeit müsse, brauche er Geld für ein Bahnbillett. Er bringe die Summe aber sicher zurück.

Unbedingt anzeigen

Die Frau ist auf einen Trickdieb hereingefallen. Und sie schämt sich dafür. «Ich habe gedacht, so was passiert nur anderen Leuten. Ich bin weder leichtgläubig noch weltfremd.» Die Kantonspolizei rät, solche Personen auf jeden Fall anzuzeigen. Bestenfalls mit einem Personenbeschrieb, denn nur dann könne man die Sache verfolgen.

 

 

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