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Giusep Fry lässt am Uetliberg auf eigene Faust Bäume stutzen

Der Bündner Hotelier Giusep Fry hat wegen der Aussichtsplattform seines Hotels auf dem Zürcher Uetliberg Ärger mit der Stadt. Er hat eigenmächtig Bäume zurückschneiden lassen, um die Aussicht auf Zürich zu verbessern

Südostschweiz
Montag, 10. September 2018, 10:10 Uhr Bündner Hotelier
Guisep Fry
Der Bündner Hotelier Giusep Fry.
ARCHIVBILD

Das Hotel «Uto Kulm» auf dem Zürcher Uetliberg und sein Bündner Besitzer Giusep Fry sind mal wieder in den Schlagzeilen. Während früher schon die Beleuchtung des Aussichtsturms oder Anbauten am Hotel zu Zankäpfeln wurden, sind es diesmal Bäume am Berghang unterhalb der Aussichtsplattform. Dort hat Fry nämlich die Spitzen von mehreren Eiben stutzen lassen, wie der «Tagesanzeiger» berichtet.

Das Problem: der Uetliberg ist einer der wenigen Standorte in ganz Europa, wo diese Bäume in grosser Zahl wachsen. Zwar ist im Gestaltungsplan des Areals festgehalten, dass das Hotel so genannte Sichtfenster für die Aussichtsplattform in den Wald schneiden darf, dies allerdings nur in Absprache mit Grün Stadt Zürich und den zuständigen Förstern.

Aussprache und Spende

Und das hat das «Uto Kulm» offenbar nicht getan. Der Sprecher von Frys Hotel zeigte sich gegenüber dem «Tagesanzeiger» überrascht, man sei davon ausgegangen, dass man die Kürzungen selbständig durchführen dürfe.

Nun haben sich Fry und Grün Stadt Zürich abgesprochen und werden Kürzungen künftig nur noch in Rücksprache mit dem Förster durchführen. Als Kompensation für den bereits erfolgten Eingriff wird Fry einen nicht benannten vierstelligen Betrag zur Eibenförderung am Uetliberg spenden.

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