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Nach dem Brückeneinsturz in Genua wird gegen den Autobahnbetreiber ermittelt

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach dem Brückeneinsturz in Genua mit 43 Toten unter anderem gegen den Autobahnbetreiber. Die Vorwürfe lauten unter anderem auf mehrfache fahrlässige Tötung im Strassenverkehr.

Agentur
sda
Donnerstag, 06. September 2018, 15:18 Uhr Genua
Nach dem Einsturz der Morandi-Brücke in Genua mit 43 Toten wird nun unter anderem gegen den Autobahnbetreiber ermittelt. (Archivbild)
Nach dem Einsturz der Morandi-Brücke in Genua mit 43 Toten wird nun unter anderem gegen den Autobahnbetreiber ermittelt. (Archivbild)
KEYSTONE/AP/ANTONIO CALANNI

Die Ermittlungen richten sich auch gegen 20 Personen, sagte Staatsanwalt Francesco Cozzi am Donnerstag vor Journalisten.

Bei dem Unglück Mitte August war die Morandi-Autobahnbrücke auf einer Länge von mehr als 100 Metern eingestürzt. Unklar ist, ob vorangegangene Warnungen zum maroden Zustand der Brücke nicht ernst genommen und Instandhaltungen verschleppt wurden.

Das Unternehmen Autostrade per l'Italia wird über eine Holding von der Benetton-Familie kontrolliert. Diese rechtfertigte nun erstmals ihr langes Schweigen nach der Katastrophe. «Von unserer Seite wird das Schweigen als Zeichen des Respekts angesehen», sagte Gilberto Benetton, Mitgründer des Modeunternehmens Benetton Group, der Zeitung «Corriere della Sera». «Wenn im Fall Autostrade Fehler begangen wurden, wenn das Geschehene vollständig ermittelt ist, werden die richtigen Entscheidungen getroffen.»

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