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Zug-Amoklauf von Salez ist juristisch abgeschlossen

Zwei Jahre nach den Angriffen in einem Zug bei Salez im St. Galler Rheintal ist der Fall abgeschlossen. Beim Amoklauf wurden zwei Frauen sowie der Angreifer getötet.

Südostschweiz
Mittwoch, 05. September 2018, 10:36 Uhr Nach zwei Jahren

Das St. Galler Rheintal stand unter Schock im Sommer 2016. Am 13. August griff ein Mann am frühen Nachmittag in einem Zug zwei zufällig ausgewählte Frauen an. Einer 17-Jährigen goss er Benzin über den Kopf und zündete sie an, auf eine 34-Jährige stach er mehrfach mit einem Messer ein. Weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt.

Nach den Attacken fügte der Angreifer sich selbst ebenfalls Stich- und Schnittwunden zu. Beide Frauen und der mutmassliche Täter erlagen in den darauf folgenden Tagen ihren Verletzungen. Nun, rund zwei Jahre nach der Tat, schliesst die St. Galler Staatsanwaltschaft das traurige Kapitel endgültig ab.

Weil der Beschuldigte selbst nach der Tat verstarb, werde die Untersuchung wegen mehrfachen Mordes, mehrfacher schwerer Körperverletzung, mehrfacher Gefährdung des Lebens, qualifizierter Brandstiftung, Störung des Eisenbahnverkehrs und Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz eingestellt, teilt die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit.

Die beschlagnahmten Vermögenswerte des Beschuldigten in der Höhe von mehreren zehntausend Franken wurden zwecks Fonderrichtung zu Gunsten der Opfer und Opferangehörigen an die Opferhilfe St. Gallen-Appenzell eingezogen.

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