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Bedrohungen im Spital nehmen jährlich zu

Im Kantonsspital Graubünden haben Fälle von Gewalt und Bedrohungen gegen Mitarbeitende in den letzten Jahren vor allem auf der Notfallstation zugenommen. Alkohol sei dabei oft im Spiel, aber nicht nur.

Südostschweiz
Dienstag, 28. August 2018, 07:00 Uhr Gefährliche Situationen im Spital
Auf der Notfallstation gibt es immer öfter ausfallende Patienten.
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Auf eine detaillierte Statistik könne er zwar nicht zurückgreifen, erklärt Ralf Caviezel vom Kantonsspital Graubünden (KSGR) gegenüber Radio Südostschweiz. «Aber die Anzahl Fälle von Gewalt und Bedrohungen gegenüber Mitarbeitenden hat in den letzten drei Jahren fast um das Doppelte zugenommen», so der Teamleiter Sicherheit am KSGR. Zum Vergleich: 2015 gab es zwei bis drei solcher Fälle pro Monat.

Vor allem auf der Notfallstation habe es Gewalt und Bedrohungen gegeben. Je länger je mehr seien solche Fälle aber auch auf den Bettenstationen festgestellt worden, sagt Caviezel.

Früher redete man noch miteinander

Vielfach sei Alkohol mit im Spiel, erklärt Caviezel. «Oder wenn Patienten das Gefühl haben, sie müssten lange warten oder sie würden zu wenig gut betreut werden.» Früher habe man miteinander diskutiert, heute würden dagegen oft Bedrohungen ausgesprochen, so der Leiter des Sicherheitsteams.

Bei speziellen Anlässen wie zum Beispiel dem Churer Fest werde das Personal des KSGR deswegen von externen Sicherheitskräften unterstützt. Ansonsten gebe es einen internen Notfallplan, der seit mehreren Jahren umgesetzt wird. Ab kommmendem Jahr soll zudem ein neues Konzept unterstützend wirken. «Wir sind dabei, einen Aggressionsmanagement-Plan auszuarbeiten», sagt Caviezel. «Dieser soll ab Januar zum Einsatz kommen.»

Aggressiver im Herbst?

Im Oktober und November sei zudem ein deutlicher Anstieg von Bedrohungen und Gewalt gegenüber dem Personal feststellbar, sagt Caviezel weiter. «Doch weshalb das so ist, wissen wir nicht.»

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Das ist beschämend dass die Patienten wenn es überhaupt solche sind die Wut am Spital Personal auslassen zeugt von Anstandslosigkeit wenn das so weiter geht will kein junger Mensch mehr eine Lehre im Gesundheitswesen machen. Das sind die folgen der Antiautoritären Erzihung. Dazu nachdiesle vielen mentalitäten der Einwanderer