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Kleinere Bewegungen am Cengalo - Bewohner per SMS informiert

Fast ein Jahr nach dem verheerenden Bergsturz am Piz Cengalo bei Bondo sind kleinere Bewegungen im Fels verzeichnet worden. Per SMS wurden die Bewohnerinnen und Bewohner über die aktuelle Lage informiert.

Südostschweiz
Dienstag, 31. Juli 2018, 15:27 Uhr Nicht besorgniserregend
Per SMS-Dienst werden die Bewohner Bondos über die aktuelle Lage informiert.

«Es ist nicht besorgniserregend», stellte Martin Kaiser vom Amt für Wald und Naturgefahren Graubünden am Dienstag gegenüber Radio Südostschweiz schnell klar. Am Dienstagmorgen wurden Bewohner Bondos über den sogenannten «INFO BONDO SMS-Dienst» darüber informiert, dass Messungen am Cengalo Bewegungen im Fels aufweisen. 

Das zuständige Amt arbeite momentan mit der Gemeinde an weiteren Messungen und werde die Daten gut auswerten. «Sobald klare Resultate vorliegen, werden wir über den aktuellen Stand der Gefahrenlage informieren», so Kaiser.

Zur Erinnerung: Am 23. August 2017 um 9.30 Uhr stürzten die Gesteinsmassen vom Piz Cengalo zuhinterst in der Val Bondasca ins Tal. Acht Personen, die rasch als vermisst gemeldet wurden, kamen beim Bergsturz ums Leben. Unmittelbar danach kam es zu einem verheerend Murgang entlang der Bondasca, der zahlreiche Wohnhäuser und Ställe unter sich begrub. Das komplette 200-Seelen-Dorf Bondo wurde evakuiert. In den Tagen nach dem 23. August kam es zu weiteren Felsabbrüchen und Murgängen, welche die Situation verschäften. Erst im November letzten Jahres kehrten die letzten Bewohner in ihr Dorf zurück. 

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