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Die Situation auf den Weiden spitzt sich zu

Die Hitze und die Trockenheit machen dem Bündner Vieh zu schaffen – jedenfalls im Bündner Rheintal. Jetzt mussten die ersten Tiere notfallmässig umziehen, weil das Futter ausgeht.

Südostschweiz
Donnerstag, 26. Juli 2018, 08:00 Uhr Trockenheit
Verdorrt: Auf der Igiser Weide findet das Vieh kein Futter mehr. Bild Olivia Item

Die aktuellen hochsommerlichen Temperaturen und der ausbleibende Regen zeigen Folgen. «Das Futter wird knapp», bestätigte Valentin Luzi, Leiter der Abteilung Agrarmassnahmen im Bündner Amt für Landwirtschaft und Geoinformation, gestern auf Anfrage. Dies gelte jedenfalls für jene Tiere, die im Moment noch im Tal seien.

Besonders hart treffen die Wetterextreme derzeit die Landwirte in Igis und Maienfeld. «Aus Igis mussten 20 Mutterkühe und ebensoviele Kälber ausserplanmässig auf die Alp Lerch in Furna gebracht werden, weil im Tal das Futter verdorrte», erklärte Luzi. In Maienfeld müsse in den nächsten Tagen Vieh von der Weide zurück auf die Höfe geholt werden, wo es mit Winterfutter verpflegt werde.

Nicht alle können auf die Alp

Dass vergleichbare Massnahmen auch in anderen Regionen des Kantons zum Thema werden, wollte Luzi gestern nicht ausschliessen. Ein Problem sei aber, dass nicht alle Tiere, die derzeit im Tal weideten, auf die Alpen im Kanton verlegt werden könnten. Auch in den höheren Lagen seien der Platz und die Futterkapazitäten beschränkt.

Kein grosses Thema ist im Moment im Kanton die Bewässerung im grossen Stil. «Bei den Weiden ist es dafür ohnehin schon zu spät», sagte Luzi gestern.

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