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Tödliches Unglück: Gemeinde nimmt Veranstalter in Schutz

Am One Love Festival in Filisur starb am Sonntag ein Mann. Ein Augenzeuge berichtet nun, dass bei der Wiederbelebung kein Defibrillator im Einsatz stand. Wir wollten es genau wissen und haben beim Gemeindepräsidenten von Bergün Filisur nachgefragt.

Sandra
Steiner
Donnerstag, 12. Juli 2018, 17:36 Uhr One Love Festival
Goa Party Festival One Love Filisur
Am GOA Festival One Love in Filisur starb ein Mann.
JONAS STUDACH / ARCHIVBILD

Am One Love Festival in Filisur starb am vergangenen Sonntag ein Festivalbesucher. Wie ein Augenzeuge gegenüber 20 Minuten berichtete, hätten die Sanitäter zwar sofort Massnahmen zur Wiederbelebung ergriffen, jedoch verwendeten die Fachleute keinen Defibrillator. Erst als die Ambulanz eine Viertelstunde später eintraf, kam ein solches Gerät zum Einsatz.

Falsche Informationen

«suedostschweiz.ch» hat beim Gemeindepräsidenten von Bergün Filisur, Luzi Schutz, nachgefragt, da die Gemeinden den Einsatz von Sanitätspersonal regelt. Dieser stellt klar, dass die Behauptungen auf dem Onlineportal 20 Minuten falsch sind. Mehr dazu könne er im Moment nicht sagen. Der Veranstalter werde jedoch noch am Donnerstag diesbezüglich Stellung nehmen. Er könne aber versichern, dass rund um die Uhr professionelles Personal im Einsatz stand, das mit den nötigen Gerätschaften ausgestattet war.

Sicherheitskonzept hielt den Anforderungen stand

Luzi Schutz bestätigt, dass der Veranstalter gemäss Vorschrift ein Sicherheitskonzept eingereicht hat. In Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Graubünden wurde dieses begutachtet und genehmigt. Auch habe man jeden Morgen während des Festivals eine Sitzung abgehalten. Dabei besprachen Mitglieder des OKs, des Sicherheitspersonals, der Sanität, der Drogenberatung «Safer Dance Swiss» und der Gemeinde Bergün Filisur den Tagesablauf.

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