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Aufräumen nach «Burglind» dauert noch bis Sommer an

Nun wird klar, was für finanzielle Schäden der Sturm «Burglind» in den Wäldern der Region verursacht hat. In tieferen Lagen sind die Arbeiten bald abgeschlossen, weiter oben haben die Forstleute bis Sommer zu tun.

Südostschweiz
Montag, 16. April 2018, 04:30 Uhr Nach Sturm «Burglind»
Sturm Baum Burglind
Schäden nach dem Sturm "Burglind"
YANIK BÜRKLI

Von Anja Ruoss

Die Schäden in den Wäldern nach dem Sturm «Burglind» Anfang Januar beschäftigen die Förster im Linthgebiet noch immer. So holte die Ortsgemeinde Rapperswil-Jona bis heute rund 2500 Kubikmeter Holz aus dem Wald. «Meiner Schätzung nach liegen noch etwa 700 Kubikmeter Sturmholz in den Waldungen», sagt der zuständige Revierförster Urs Fuchs.

Trotz der noch anstehenden Arbeiten sei die Forstgruppe der Ortsgemeinde Rapperswil-Jona gut auf Kurs, sagt Fuchs. «Die Aufräumarbeiten sollten bis Ende April abgeschlossen sein.» Bis zum Schluss rechnet der Förster mit einem finanziellen Mehraufwand von rund 70 000 Franken – dies, weil Sturmholz qualitativ beeinträchtigt ist und deshalb der Ertrag geringer ausfällt als bei normalen Holzschlägen. Gleichzeitig ist der Arbeitsaufwand grösser, wie Albert Bianchi, Revierförster für Uznach, Schänis und Benken, erklärt.

Sturm fällt Jahresernte

In Bianchis Revier wurde der Burgerwald in Uznach von «Burglind» schwer getroffen. Das Sturmholz sei jedoch bereits ausgehoben worden, erklärt Revierförster Albert Bianchi: «Nun müssen wir es noch abtransportieren und die Strassen wieder instand stellen.» Insgesamt wurden in Uznach im Wald der Burgerkorporation sowie in den Waldungen der Ortsgemeinde und von privaten Besitzern 1000 Kubikmeter Holz herausgeholt. «Das entspricht etwa der Menge an Holz, die wir in Uznach sonst in einem Jahr fällen», sagt Bianchi.

Neben dem Burgerwald wurden in Bianchis Revier auch Wälder in Benken und Schänis von «Burglind» getroffen: «Dort kamen rund 1500 Kubikmeter Sturmholz zusammen.» Wie hoch die sturmbedingten Mehrkosten in seinem Waldrevier ausfallen, kann Bianchi noch nicht abschätzen.

Schnee verzögert Arbeiten

Bianchi rechnet damit, dass in seinem Revier die grössten Spuren des Sturms ebenfalls bis Ende April beseitigt sind – zumindest in den tieferen Lagen. Die höher gelegenen Waldgebiete konnten wegen des Schnees noch nicht aufgeräumt werden. «Diese Wälder werden wir dann im Sommer in Angriff nehmen», so Bianchi.

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