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Circus Knie kann die Tournee trotz Zeltunfall beenden

Eine Woche vor Tourneeschluss beschädigten Windböen das Zelt des Circus Knie. In einer Notfallaktion konnten die Verantwortlichen aus Rapperswil-Jona ein Ersatzzelt ins Tessin bringen lassen.

Jérôme
Stern
Dienstag, 14. November 2017, 04:30 Uhr Zweiter Unfall dieses Jahr
Der heftige Wind bringt das Circus-Knie-Zelt zum Einsturz.
SCREENSHOT SOLOCIRCO.NET

Das Unglück geschah nach der letzten Vorstellung in Bellinzona: Sturmböen liessen das Zelt des Circus Knie einstürzen und verletzten einen Mitarbeiter leicht.

«Beim Herablassen des Zeltes füllte sich das Zelt ballonartig und wurde infolgedessen durch stürmische Böen umgeworfen», erklärte gestern Sara Hildebrand, Mediensprecherin des Circus Knie. Bei dem Unglück verletzte sich laut Hildebrand ein Mitarbeiter leicht am Kopf, die Wunde konnte mit wenigen Stichen genäht werden. «Der materielle Schaden ist momentan noch nicht bezifferbar», betonte Hildebrand. Klar sei jedoch, dass die Windböen neben dem Zelt auch einen der beiden Masten umknickten und beschädigten. Zuschauer kamen keine zu Schaden, da sich das Unglück zwei Stunden nach Vorstellungsende ereignet habe. Laut Hildebrand kostet ein Zirkuszelt bei einer Neuanschaffung rund 500 000 Franken.

«Die komplette Inneneinrichtung war zum Zeitpunkt des Unfalls bereits schon entfernt», führte Hildebrand weiter aus. Die Polizei sei am Sonntag für den Schadensrapport vor Ort gewesen. Die Mediensprecherin versicherte, dass die Tournee wie geplant fortgesetzt werden könne.

Schnelle Hilfe aus Rapperswil-Jona

«Wir konnten schnell reagieren und aus Rapperswil-Jona über Nacht ein Ersatzzelt beschaffen», sagte Hildebrand. Das Zelt sei am Montagmorgen bereits am nächsten Spielort in Locarno eingetroffen. Zugute kam dem Zirkus, dass gestern keine Vorstellung anstand. Für den Circus Knie stehen im Tessin nun noch zwei Auftrittsorte auf dem Programm: Heute und morgen treten die Artisten in Locarno auf, anschliessend geht es nach Lugano, wo am Sonntag die Saison 2017 zu Ende gehen wird.

Die Tournee des Circus Knie wurde schon im Juli von einem Unfall überschattet. Bei einer Vorstellung in Luzern stürzte die russische Artistin Malvina Abakarova bei ihrer Luftakrobatik-Nummer zu Boden. Bei dem Sturz aus fünf Metern Höhe brach sich Abakarova beide Handgelenke und renkte sich einen Ellbogen aus. Für die Artistin sprang damals ihre Tochter ein. So konnte der Zirkus die Nummer nach einer Woche wieder zeigen.

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