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Wenn 25 Tonnen Beton einschlagen

Wenn 25 Tonnen Beton einschlagen

Die Ostschweizer Firma Geobrugg entwickelt seit mehr als 65 Jahren Steinschlag-Schutznetze. Am Montag wurde für einen Weltrekordversuch und zum Test ein 25 Tonnen schwerer Betonblock aus 42 Metern Höhe in ein solches Netz abgeworfen.

17.10.17 - 07:59 Uhr
Ereignisse
Heute wurde für einen Weltrekordversuch und zum Test eines Netzes ein 25 Tonnen schwerer Betonblock aus 42 Metern Höhe in ein solches Netz abgeworfen.
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Das Ostschweizer Unternehmen Geobrugg testete das stärkste Steinschlagschutzsystem, das je entwickelt wurde, wie es in einer Medienmitteilung der Geobrugg AG heisst. Dafür wurde auf einem Testgelände in einem stillgelegten Steinbruch in Walenstadt ein 25 Tonnen schwerer Betonblock aus 42 Metern Höhe abgeworfen. Dieser schlug dann mit über 100 km/h in die Barriere ein. Es entstand eine Energie von rund 10 000 Kilojoule, wie es weiter heisst.

Dem Spektakel wohnten rund 400 Fachleute aus 42 Ländern bei. Der Test fand im Rahmen des GEO-Summit 2017 statt, der internationalen Tagung in Davos rund um das Management von Naturgefahren.

Wir waren für Euch hautnah beim Test dabei.

Eindrückliche Kräfte wirken beim Test auf die Konstruktion ein.

Ausserdem wird morgen Dienstag um 9.15 Uhr in Davos das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) ein neues Steinschlagexperiment im Feld vor Publikum ausführen. Dabei werden mit Sensoren versehene Betonsteine an einer 300 Meter langen Böschung abgeworfen, um deren Bewegungsverhalten unter Realbedingungen aufzuzeichnen. Die gewonnenen Daten fliessen anschliessend in eine Simulationssoftware und in die Entwicklung einer neuen Generation von Steinschlagbarrieren ein.

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