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Zwei Tote: Kleinflugzeug in Braunwald abgestürzt

Am Dienstagabend ist in Braunwald ein Kleinflugzeug mit zwei Insassen abgestürzt. Beide Insassen kamen dabei ums Leben. Bauer Christian Dürst beobachtete, wie sich das Flugzeug im Sturzflug um die eigene Achse drehte.

Südostschweiz
Mittwoch, 13. September 2017, 14:04 Uhr Untersuchungen laufen

Um 19.10 Uhr wurde die Kantonale Notrufzentrale von der Rega benachrichtigt, dass in Braunwald im Gebiet der Bergstation Gumen ein Kleinflugzeug abgestürzt sei. Einsatzkräfte der Feuerwehr, Polizei und Rega (mit zwei Helikoptern) begaben sich unverzüglich ins Absturzgebiet auf rund 1900 m.ü.M, wie es im Schreiben der Kantonspolizei Glarus heisst.

Die beiden Insassen des Flugzeugs konnten nur noch tot aus dem Flugzeugwrack geborgen werden. Laut dem Mediensprecher  der Kantonspolizei Glarus, Daniel Menzi, handelt es sich bei den Opfern um zwei Männer aus Deutschland im Alter von 64 und 76 Jahren. Der jüngere war mutmasslich der Pilot. Er setzte gemäss Menzi vor dem Absturz einen Notruf ab.

Bei der einmotorigen Maschine handle es sich um eine in Deutschland immatrikulierte Mooney M20K. Das Flugzeug war offenbar in Donaueschingen (Deutschland) gestartet mit geplantem Zielort Albenga (Italien). Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST hat die Abklärungen zur Unfallursache bereits aufgenommen.

Der Braunwalder Bauer Christian Dürst beobachtete die letzten Sekunden vor dem Absturz. Er holte gerade eine Kuh beim tiefer gelegenen Unterstafel der Braunwaldalp ab, als er Flugzeuglärm hörte und zum Himmel hochsah. Das Flugzeug sei mit gesenkter Nase auf den Boden zugesteuert, erzählt Dürst. «Zuerst dachte ich, das sei auch noch ein Esel, solche Kapriolen zu veranstalten», sagt Dürst. «Als er immer näher auf den Boden zusteuerte, merkte ich, dass etwas nicht gut war.» Dürst beobachtete, wie sich der Flieger zwei Mal um die eigene Achse drehte, bevor er ihn aus den Augen verlor. Einen Knall habe er nicht gehört, sagt Dürst. «Es wurde einfach still.»

 

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