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Ich erlaube mir als Münstertaler meine persönliche Meinung betreffend Wolf kundzutun. Das mit dem Bären, sowie auch das mit dem Wolf ist so eine Sache; praktisch alle finden diese Tiere schön und faszinierend, doch am Umgang mit diesen Alpenbewohner scheiden sich die Geister! Diese Raubtiere wandern, wie auch die Bären enorme Strecken und das hat zu den bekannten Problemen geführt. Bei uns in der Val Müstair, in unmittelbarer Nähe der italienischen Alpenregion sind schon verschiedene Bären und Wölfe aufgebrochen um Neues zu erkunden, um Jagt auf Schafherden zu machen, um Bienenstöcke oder Abfallkübel zu durchsuchen. Man sagt, die Bären seien scheu; schon gut und recht, aber wenn der Bär plötzlich mit meinem Boxerhund konfrontiert wird, dann wüsste ich nicht was zu tun wäre. In der heutigen Zeit Bären, Wölfe in dieser Bevölkerungsdichte auszusetzen, das finde ich ziemlich daneben. Da kann man nur hoffen, dass alles gut geht und dass man solchen Raubtieren nie begegnet! Die Raubtiere waren aus unseren Gebieten verschwunden, weil es schon dazumal keinen Platz gab. Den grössten Schaden bis heute haben die Bauern zu ertragen, deren Zorn und Ärger jedem normalen Menschen verständlich ist, wenn Raubtiere Schafe, Lämmer und Kälber reißen. In der Zwischenzeit ist die Bevölkerung gewachsen, die Umwelt hat sich verändert, die Landschaft mit Strassen und Bauten zugepflastert. Man mag dies bedauern, aber man kann das Rad der Zeit nicht zurückdrehen. Ein Nebeneinander von Bär und Mensch ist schlicht nicht möglich. Der Bär wie auch der Wolf haben nun mal keine natürlichen Jagdgründe mehr und daher kann eine Rückkehr unmöglich gefördert werden. Eventuell braucht es auch hier einen ganz schlimmen Unfall, bis die Leute wieder zur Vernunft kommen!
Der Wolf ist ein Hetzjäger und jagt nach Möglichkeit mit Rudelgefährten. Kleinere Beutetiere werden durch einen Biss in die Kehle getötet. Grössere Beute wird in der Regel zuerst an den Hinterläufen gepackt um sie lahm zu legen. Einmal gestellt, wird sie oft in die Nase gebissen und am Boden durch Bisse in die Kehle getötet. Sein Beutetierspektrum reicht von der Maus bis zum Pferd. Bevorzugt werden jedoch Schafherden.
Frage; habt Ihr schon mal die unsäglichen Schlachtfelder in unseren Nachbarbargemeinden im Vinschgau gesehen wo unzählige Schafe gerissen werden unter grauenhaften Qualen? Übrigens auch von den Calanda Wölfen!
Die Bilder gehen einem sehr nahe, die Bevölkerung ist geschockt. Die Schafe weideten auf einem eingezäunten Feld.
Ich habe die Bilder der gerissenen und jener Schafe, die notgeschlachtet werden mussten, gesehen, das geht einem sehr, sehr nahe.“
Der Wolfsriss wird wahnsinnige Auswirkungen für unsere Landwirte haben, und es ist absurd: Wir reden immer von der Freilandhaltung der Tiere, unsere Bauern sind jetzt aber gezwungen ihre Nutztiere einzusperren, damit sie geschützt sind.“
Ein Bauer; Ralf Högemann aus dem Vinschgau hat Angst um seine Rinderherde – und fürchtet um seine berufliche Existenz. Immer wieder reißen wohl Wölfe einzelne Tiere. Insgesamt 21 Rinder hat der Landwirt in diesem Jahr schon verloren. Von der Politik fühlt er sich allein gelassen.
Ralf Högemann schläft schlecht. Die Anspannung lässt sich von seinem Gesicht ablesen. Vor kurzem fand der Landwirt auf seinem 500 Hektar großen Gelände bei Treuenbrietzen, auf dem 600 Rinder leben, zwei tote Kälber. Sie wurden gerissen – von einem Wolf.
Es ist nicht das erste Mal, dass Högemann eine solche Entdeckung macht: Seit dem 9. März bis heute – darüber führt er akribisch Buch – sind insgesamt 21 Rinder durch ähnliche Vorfälle getötet worden, im April fand er das Fohlen seiner staatsprämierten Reitpony-Stute zerfleischt am Boden…

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