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Malojastrasse wird täglich mehrere Stunden gesperrt

Malojastrasse wird täglich mehrere Stunden gesperrt

Die Malojastrasse muss im Abschnitt Sils i.E./Segl bis Plaun da Lej wegen Lawinengefahr bis zur Entlastung der Lawinenzüge täglich gesperrt werden.

Südostschweiz
vor 2 Monaten in
Ereignisse
Gebirgsformation unterhalb Piz Lagrev.
JON ANDRI BISAZ / Jon Andri Bisaz

Der Strassenabschnitt zwischen Sils i.E./Segl und Plaun da Lej liegt am Fusse einer imposanten Bergkette. Die Gebirgsformation stellt für die Strasse diverse Herausforderungen im Bereich der Naturgefahren dar. So stehen unter anderem für abgehende Lawinen keine oder zu kurze Auslaufflächen zur Verfügung. Die Strasse ist somit direkt einer Lawinengefahr ausgesetzt.

In den Wintermonaten gefährden rund 14 Lawinenzüge diesen Strassenabschnitt. Die aktuellen Wetterprognosen sind für diese Jahreszeit und für diese Höhenlage tagsüber sehr frühlingshaft und dauern an. Die Lawinengefahr steigt im Tagesverlauf markant an. Die kalten Nächte stabilisieren dagegen die Lawinenhänge und die Lawinengefahr sinkt somit.

Sicherungsmassnahmen
Die Lawinenkommission des Tiefbauamtes Graubünden ist vor Ort und beurteilt die Lawinengefahr für die Kantonsstrasse laufend wie der Kanton in einer Mitteilung schreibt. Infolge der steigenden Lawinengefahr im Tagesverlauf werde die Strasse bis zur Entlastung der kritischen Lawinenzüge bis auf weiteres zwischen 11.00 und ca.18.00 Uhr gesperrt.

Einige Lawinenzüge hätten sich bereits selbstständig oder durch künstliche Auslösungen entlastet, schreibt der Kanton weiter. Entlang des betroffenen Kantonsstrassenabschnittes zwischen Sils i.E./Segl und Plaun da Lej (rund 3,7 Kilometer lang) könnten aber aus verschieden Gründen nicht alle Lawinenzüge künstlich entlastet werden.

Die Malojastrasse zwischen Sils i.E./Segl und Plaun da Lej wird infolge Lawinengefahr täglich bis zur Entlastung der Gefahr von 11 bis ca.18 Uhr für jeglichen Verkehr gesperrt. Die Entscheide und die getroffenen Massnahmen werden aktuell auf der Webseite des Tiefbauamts Graubünden unter www.strassen.gr.ch kommuniziert.

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Unglaublich, eine der stärksten befahrenen Strassen in Graubünden.ist auch nach 40 Jahren nicht wintersicher. Man stelle sich vot, die SBB Linie Zürich - Bern wird mehrmals jährlich gesperrt...
Pro ley da segl mag viel gutes bewirkt haben, aber hier und jetzt verstehe ich keine Naturschutzorganisation, die sich gegen eine wintersichere Strecke Sils- Plaun da ley einsetzt. Bei Menschenleben sollte der Verstand vor allem anderen gelten!!!