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Leserbrief

Kein Giftmüll im Steinbruch Valzeina

Remo Fehr, Fanas
08. Oktober 2020, 21:40:05

Im Abstimmungskampf über die Revision der Nutzungsplanung und den Konzessionsvertrag für den unterirdischen Steinabbau kursiert die Vorstellung, dass der Berg nach dem Abbau mit «Giftmüll», «Sondermüll» oder gar «Atommüll» wieder aufgefüllt werde. Solche Schlagworte zielen auf Abfälle, die niemals zur Ablagerung kommen können. Für radioaktive Abfälle sind die in der Schweiz möglichen Standorte abschliessend bestimmt. Giftmülldeponien, wie es sie in Kölliken oder Bonfol einmal gab, sind heute nicht mehr möglich. Gesetzlich möglich wären in einer unterirdischen Deponie in Valzeina nur die Materialkategorien A (sauberes Aushubmaterial), B (Inertstoffe wie Ziegel oder Keramik) bis maximal C oder D (Schlacke oder Filterasche aus der Kehrichtverbrennung). Deponien mit solchen Rückständen können heute so gebaut werden, dass man auch langfristig jede Gefahr für Grundwasser oder Boden ausschliessen kann. Und ein Ja am 18. Oktober wäre noch keine Deponiebewilligung. Besonders für die Kategorien C und D müsste erst noch nachgewiesen werden, dass mit den tatsächlichen Verhältnissen im Berg (Bergwasser, Dichtigkeit des Gesteins) die Voraussetzungen für eine solche Deponie erfüllt sind. An der Gemeindeversammlung vom 17. September konnte man sehen, dass ich persönlich für dieses Vorhaben bin. Ich bin dafür, weil bei diesem Projekt die Stoffe nach Ablagerungsjahr und Herkunft sortiert und gut kontrollierbar gelagert werden. So könnten spätere Generationen gezielt wieder auf das Material zuzugreifen, wenn neue Technologien zur Rückgewinnung von Inhaltsstoffen zur Verfügung stehen. Es ist legitim, eine andere Haltung zu diesem Vorhaben zu haben – aber bitte basierend auf Fakten und nicht wegen unzutreffender Schlagworte, die aus der Luft gegriffenen sind.

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Herr Fehr
Dass der Amtsleiter des ANU solch einen Leserbrief verfasst ist erstaunlich. Den Aussagen zufolge wäre das ANU beim Departement für Volkswirtschaft besser aufgehoben.
Grüsse

Dass überhaupt jemand seitens des primitiven ANU's auf die Idee kommt, von "Fakten" "Objektiv" etc. zu reden, ist schon erstaunlich.

Leute, welche nach Lust und Laune Prinzip, alle Menschen in der Schweiz schädigen, deren Grundstücke mit Schutzzonen überlagern (Wohlverstanden: Private Grundstücke). Mit Methoden, so perfide, die nicht Mal in Russland vorkommen.

Das ANU ist eine Irrenanstalt. Eine steuerfinanzierte Truppe von Leuten, welche für sonst gar nichts gebraucht werden kann und welche in einer Art Beschäftigungstherapie für geistig verstörte befinden.

Wer Fakten will, was für eine Institution das ist, kontaktiert mich gerne.

Am beste wäre radioaktiver Abfall genau in deren Büros aufgehoben. Das hätte den grössten Nutzen für alle freiheitlichen Menschen.

Die Gesteinsgewinnung ist sicherlich eine gute Sache. Mir scheint aber, dass mehr Einnahmen durch die Deponiegebühren erreicht werden können.
Sie schreiben, "dass langfristig jede Gefahr für Grundwasser oder Boden ausgeschlossen werden können." Genau DA habe ich meine Bedenken, denn auch Abdichtungsfolien aus Kunststoff haben eine beschränkte Lebensdauer... und was DANN??? Wie lange ist "langfristig"? Was ist NACH Ablauf der Garantie der Dichtigkeit? Wie lange muss die Dichtigkeit garantiert werden? Und was DANN???

Geschätzter Herr Fehr, Sie haben sich als Amtsleiter des ANU an der Orientierungsversammlung in Grüsch vor der eigentlichen Fragerunde für das Projekt „Mülldeponie Steinbruch Grüsch“ ins Zeug gelegt. Einige Stimmberechtigte fragten sich dabei, ob das für den Vorsteher der zuständigen Amtsstelle für spätere objektive Bewilligungsverfahren legitim und vor allem glaubwürdig ist? Auf meine persönlichen sachbezogenen Fragen per Mail haben Sie Ihre Mitarbeitenden für die detaillierte Beantwortung beauftragt, weil Sie Wert darauf legen, dass ich möglichst kompetente Antworten und vor allem von Ihnen als Einwohner von Grüsch unabhängige Fachinformationen erhalte. Nun melden Sie sich erneut als Befürworter öffentlich und unterstellen der Gegnerschaft, dass diese ihre Haltung „auf nicht faktenbasierenden und unzutreffenden Schlagworten, die aus der Luft gegriffen sind“, aufbauen. Damit gehen Sie eindeutig zu weit! Sie vergleichen mit der Deponie Kölliken oder suggerieren, dass wir dies tun. Nur ein Faktum könnte, ganz unabhängig von den deponierten Abfällen, durchaus identisch sein: Ein Unternehmer kassiert, lagert unsachgemäss, geht Konkurs und überträgt damit die Folgekosten von nahezu einer Milliarde der Allgemeinheit! Erlauben Sie mir dazu noch diese Fragen: Wer genau hat in der Debatte von radioaktivem Sondermüll gesprochen? Wer muss für eine Projektauflage in dieser Grössenordnung die technisch umweltrelevanten Fragen den Stimmberechtigten sachlich und verständlich beantworten können? Wie kann es soweit kommen, dass nach ersten Informationen der Fachleute, wonach die abzulagernden Deponie-Kategorien C und D eher unwahrscheinlich sein dürften, plötzlich A bis D zum Deponiekonzept gehören? Braucht es unterirdische Lagerstätten für sauberes Aushubmaterial der Kategorie A und wenn ja ist dies rentabel? Welche Inhaltsstoffe gehören zur Schlacke oder Filterasche aus der Kehrichtverbrennung und weshalb gehören diese zur Kategorie D? Beinhaltet dieses Deponiematerial keine toxischen Stoffe? Ist eine nächste Generation, wie Sie schreiben, tatsächlich gewillt, Deponiematerial, das feinsäuberlich von ihren Ahnen sortiert und nummeriert worden ist, weiter zu verwerten? Ich kann nicht glauben, dass Sie die letzte Frage mit fester Überzeugung mit JA beantworten können.

Sehr geehrter Herr Fehr

Sie haben sich als Amtsleiter des ANU an der Orientierungsversammlung in Grüsch als Vorredner vor der eigentlichen Fragerunde für das Projekt ins Zeug gelegt. Einige Stimmberechtigte fragten sich dabei, ob das für den Vorsteher der zuständigen Amtsstelle für spätere objektive Bewilligungsverfahren legitim und vor allem glaubwürdig ist?

Auf meine persönlichen sachbezogenen Fragen per Mail haben Sie ihre Mitarbeitenden für die detaillierte Beantwortung beauftragt, weil Sie Wert darauf legen, dass ich möglichst kompetente Antworten und vor allem von Ihnen als Einwohner von Grüsch unabhängige Fachinformationen erhalte.

Nun melden Sie sich erneut als Befürworter öffentlich und unterstellen der Gegnerschaft, dass diese ihre Haltung „auf nicht faktenbasierenden und unzutreffenden Schlagworten, die aus der Luft gegriffen sind“, aufbauen. Damit gehen Sie eindeutig zu weit!

Sie vergleichen mit der Deponie Kölliken oder suggerieren, dass wir dies tun. Nur ein Faktum könnte, ganz unabhängig von den deponierten Abfällen, durchaus identisch sein: Ein Unternehmer kassiert, lagert unsachgemäss, geht Konkurs und überträgt damit die Folgekosten von nahezu einer Milliarde der Allgemeinheit!

Erlauben Sie mir dazu noch diese Fragen:

Wer genau hat in der Debatte von radioaktivem Sondermüll gesprochen?

Wer muss für eine Projektauflage in dieser Grössenordnung die technisch umweltrelevanten Fragen den Stimmberechtigten sachlich und verständlich beantworten können?

Wie kann es soweit kommen, dass nach ersten Informationen der Fachleute, wonach die abzulagernden Deponie-Kategorien C und D eher unwahrscheinlich sein dürften, plötzlich A bis D zum Deponiekonzept gehören?

Braucht es unterirdische Lagerstätten für sauberes Aushubmaterial der Kategorie A, und wenn ja ist dies rentabel?

Welche Inhaltsstoffe gehören zur Schlacke oder Filterasche aus der Kehrichtverbrennung und weshalb gehören diese zur Kategorie D?

Beinhaltet dieses Deponiematerial keine problematischen toxischen Stoffe?

Weshalb unterscheidet sich solches Abfallmaterial von Gift- oder Sondermüll oder wie definieren Sie dieses?

Ist eine nachfolgende Generation tatsächlich gewillt, Deponiematerial, das feinsäuberlich von ihren Ahnen sortiert und nummeriert worden ist, weiter zu verwerten?

Ich kann kaum glauben, dass Sie die letzte Frage bei Ihrem Sachverstand mit fester Überzeugung mit JA beantworten können.

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