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Rund 120 Autos sorgen für Chaos auf dem Flüelapass

Rund 120 Autos sorgen für Chaos auf dem Flüelapass

Am Wochende haben sich zu viele Ausflügler auf dem Flüelapass getummelt. Die Leute parkierten beidseitig an der Strasse. Ein Durchkommen war fast nicht mehr möglich. Darum griff die Kantonspolizei Graubünden ein. Markus Walser, Mediensprecher Kantonspolizei Graubünden, erklärt gegenüber Radio Südotschweiz, was passiert ist.

Südostschweiz
05.04.20 - 15:15 Uhr
Ereignisse
Die Polizei musste ausrücken, da zu viele Leute auf dem Flüelapass unterwegs waren.
SCREENSHOT FACEBOOK / VO BÜNDNER FÜR BÜNDNER

Grundsätzlich sollte man in der aktuellen Situation wenn möglich sowieso zu Hause bleiben. Wenn man seine vier Wände verlässt, dann sollte man aber auf jeden Fall die Massnahmen einhalten.

Auch andere rechtliche Grundlagen sind zu befolgen. Dieses Wochenende war auf dem Flüelapass jedoch das Gegenteil der Fall. Über hundert Fahrzeuge waren nach Lust und Laune parkiert. Folgendes Video zeigt die Situation am Samstag:

Fast kein Durchkommen mehr

Das Video zeigt einige parkierte Autos und auch Schneetourengänger. Ein Durchkommen war fast nicht mehr möglich. Darum musste die Kantonspolizei Graubünden einschreiten. Markus Walser, Mediensprecher Kantonspolizei Graubünden, erklärt gegenüber Radio Südostschweiz: «Es waren keine haltbaren Zustände mehr. Die Fahrzeuge sind auf der Flüelastrasse so parkiert gewesen, dass ein Durchkommen fast nicht mehr möglich war.»

Im Falle eines Notfalls wäre nicht mal mehr eine Rettungsgasse möglich gewesen. Rund 120 Autos seien beidseitig auf der Strasse parkiert gewesen, dies sei auf einer Haupstrasse ausserorts nicht zulässig.

Laut Walser hat die Kantonspolizei Graubünden den Flüelapass nun ab der Talstation Pischa gesperrt. Solange die Wintersperre sei, dürfe man nun noch bis zu der Absperrung fahren. «Wir überprüfen die Situation aber laufend», sagt Walser und fügt hinzu: «Das Ziel ist nicht, Parkbussen zu verteilen, sondern die Gesetze einzuhalten. Es sollen sich nicht noch mehr Leute strafbar machen.» So wurden auch am Samstag noch keine Bussen verteilt.

Kein Zusammenhang mit Coronavirus

Wenn man das Video in den sozialen Medien sieht, denkt man vor allem auch an die Massnahmen wegen des Coronavirus. Denn eigentlich sollte man Menschenansammlungen vermeiden und zu Hause bleiben. Diese Massnahmen des Bundes und Kantons Graubünden unterstützt die Kantonspolizei Graubünden, wie Markus Walser betont.

Jedoch stände die Situation auf dem Flüelapass aus Sicht der Kantonspolizei Graubünden nicht direkt in Zusammenhang mit dem Coronavirus. «Wenn sich die Leute an die Massnahmen wie den Mindestabstand von zwei Metern halten, gibt es für uns keine rechtliche Grundlage zu handeln. Denn eine Ausgangssperre gibt es noch nicht», so Walser. (paa)

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