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Russland hebt Kinderpornoring mit 130 Verdächtigen aus

Russland hat einen Kinderpornoring mit 130 Verdächtigen zerschlagen. Es handle sich um den grössten Verbund «in der Geschichte des russischen Internets», teilte die Liga für Internetsicherheit am Mittwoch auf ihrer Webseite mit.

Südostschweiz
Mittwoch, 14. Dezember 2011, 20:57 Uhr

Moskau. – Zwei Organisatoren des pädophilen Netzwerks seien festgenommen worden, ihnen drohen bis zu 15 Jahren Haft. Ausser Russen seien auch Deutsche, Franzosen, Israelis und Männer aus früheren Sowjetrepubliken Mitglieder des Rings gewesen, hiess es.

Ein Mitglied der Liga für Internetsicherheit habe sich unter Kontrolle der Sicherheitskräfte als Käufer von Fotos ausgegeben, hiess es. Das Netzwerk habe bereits mehrere Jahre bestanden. Die Mitglieder hätten selbst gemachte Fotos und Videos ausgetauscht und sich über Kindesmissbrauch unterhalten.

In Russland dürfen Kinderschänder seit einer Gesetzesänderung Anfang Oktober chemisch mit triebmindernden Medikamenten kastriert werden. «Die Strafe sollte so hart wie möglich ausfallen», hatte der russische Präsident Dmitri Medwedew zur Einführung dieses Gesetzes gefordert. (sda)

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