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Chefarzt Jörg Leeners: «Hinsehen und handeln»

Jörg Leeners, Chefarzt des Kinder-und Jugendpsychiatrischen Dienstes Schwyz (kjpd), bezieht Stellung zum Fall «Die Monster Väter», welche ihre Söhne auf schlimmste Art und Weise misshandelt haben sollen, indem sie die Knaben fotografiert, ins Internet gestellt und anderen Männern zum Sex angeboten hätten. Unter ihnen befindet sich auch ein Glarner.

Südostschweiz
Montag, 15. Juli 2013, 22:00 Uhr
Chefarzt Jörg Leeners appelliert an die Mitverantwortung und Handlungsbereitschaft.

Schwyz/Glarus. – «Es handelt sich um einen sehr schweren Fall von sexuellem Missbrauch an kleinen Kindern mit erheblicher krimineller Energie, an denen die Opfer wahrscheinlich sehr lange leiden werden. So wie der Fall im Blick geschildert wurde, geht es hier um einen Kriminellen, der die Abwesenheit seiner Ehefrau ausgenutzt und seine eigenen Kinder verkauft hat», sagt Chefarzt Jörg Leeners.

Leeners ist fassungslos

Als Vater und Fachmann stehe er fassungslos vor einer solchen Tat: «Ich kann dies nicht mit dem Wort 'Vater' übereinbringen. Es ist möglich, dass der Täter sich sexuell von Kindern angezogen fühlt oder dass es um Machtausübung geht. Dazu kommt noch die kriminelle Energie, damit Geld verdienen zu wollen.» Aus seiner Sicht sollten Erwachsene, die eine Vermutung haben, hinsehen und entsprechend handeln, indem auch Fachpersonen hinzugezogen werden. (ach)

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