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Architekturstudium mit persönlicher Atmosphäre in Graubünden

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FHGR
Chur

An der Fachhochschule Graubünden in Chur wird ausgebildet und geforscht. 1600 Studierende besuchen Bachelor-, Master- und Weiterbildungsstudiengänge. In diesem Blog geben Studierende, Dozenten und Mitarbeiter Einblicke in den Hochschulalltag und in Themen, welche sie gerade beschäftigen.

Die 23-jährige Architektur-Austauschstudentin Marie Stockmaier* aus Deutschland erzählt im Interview von ihren Erfahrungen in Chur.

Weshalb hast du dich entschieden, Architektur zu studieren?

Architektur ist alles, ausser langweilig! Mich reizt die Praxisorientierung, die Abwechslung und die Kreativität, die man benötigt, um Lösungen zu finden.

Wie unterscheiden sich deine Erfahrungen an der HTW Chur mit dem Studium an deiner Heimathochschule TU München?

An der HTW Chur gefallen mir die kleinen Klassengrössen, der familiäre Umgang mit den Mitstudierenden und der unkomplizierte Umgang mit den Dozierenden. In München sind wir ein viel grösserer Jahrgang und man kennt einige nur vom Sehen. Zudem mag ich den Schwerpunkt in Chur: Bauen im alpinen Raum. Während sich das Studium hier sehr an der Schweiz und den Bergen orientiert, ist das Studium in München globaler ausgerichtet. Ich bin froh, von beidem etwas mitnehmen zu können.

Was findest du am Bauen in den Bergen spannend?

Wenn man in den Bergen baut, muss man versuchen, an alles zu denken: Wie kommen die Baustoffe an die Baustelle? Wie schätze ich die Naturgefahren ein? Wie sind die klimatischen Gegebenheiten? Ist der Hang sicher? Macht das Bauwerk dort Sinn? Wie sieht es mit den umliegenden Dörfern aus? Passt das Haus in die dörfliche Struktur? Ist es statisch möglich? Fragen über Fragen. Darauf müssen Antworten gefunden werden. Nachhaltige Lösungen, die sich in die Landschaft integrieren, die vor Naturgewalten geschützt sind und mit denen sich die Menschen identifizieren können und wollen!

Wie unterscheidet das Bauen hier in den Bergen mit dem Bauen in deiner Heimat?

Gleich ist wohl überall, dass man eine gute Konzeptidee braucht und diese lückenlos begründen können muss. Erst dann kann ein guter Entwurf daraus entstehen, wenn auch Aussenstehende die Idee begreifen, verstehen, erkennen können. Man muss sich dafür - sowohl in München, als auch in Chur - sehr intensiv und lange mit der Umgebung und den Gegebenheiten auseinandersetzen. Man muss den Ort analysieren. Was braucht der Ort? Was hat der Ort? Was brauchen oder wollen die Menschen? Was hier jedoch sehr viel wichtiger ist als in München, ist das Arbeiten mit dem Schnitt, da man in den Bergen besonders auf die Höhenlinien und das Gefälle des Grundstückes achten muss. Das hatten wir bis jetzt in München nicht. Auch Klima, Windrichtung, Höhenlage und weitere Einflussfaktoren, die in den Bergen eine grosse Rolle spielen, wirken hier mit ein.

Was gefällt dir besonders an Chur und Graubünden?

Toll ist die Aussicht von meinem Zimmer auf die Berge und die Sonne auf dem Schreibtisch oder auf dem Balkon. Zudem schätze ich die herzliche Art, mit der ich hier aufgenommen wurde, und Gespräche mit neuen Freunden, die mir oft an der Weiterarbeit von Projekten geholfen haben. Da lernt es sich gleich viel leichter!

Aus welchen Gründen würdest du das Studium an der HTW Chur weiterempfehlen?

Wer schon immer die Klassengrösse in der Schule super fand, ist hier sicherlich gut aufgehoben. Der Praxisbezug und die gute ausgestattete Modellbauwerkstatt sind ein grosses Plus. Auch wer den direkten Umgang mit seinen Dozierenden schätzt, ist hier genau richtig. Und natürlich, wem die Berge und das Bauen in den Bergen am Herzen liegt!

*Marie Stockmaier studiert Architektur an der TU München und macht einen Austausch an der HTW Chur.

 

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