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UX design for good or evil?

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Foto aus der Sammlung WUD 2018
FHGR
Chur

An der Fachhochschule Graubünden in Chur wird ausgebildet und geforscht. 1600 Studierende besuchen Bachelor-, Master- und Weiterbildungsstudiengänge. In diesem Blog geben Studierende, Dozenten und Mitarbeiter Einblicke in den Hochschulalltag und in Themen, welche sie gerade beschäftigen.

“UX DESIGN FOR GOOD OR EVIL?” - Unter diesem Motto fand am 9. November der «World Usability Day» in Rapperswil statt. Auch die HTW Chur war mit dabei: Das Schweizerische Institut für Informationswissenschaft (SII) lud alle Studierenden der Bachelorangebote «Information Science» und «Digital Business Management» ein, am World Usability Day teilzunehmen und den Vorträgen rund um User Experience zu lauschen.

Auch Philipp Liebrenz, Dozent für Usability Engineering am SII, besuchte die Konferenz und war begeistert: «Die Vorträge der Konferenz regten an, darüber nachzudenken, welchen Einfluss man als Designer bei der Gestaltung von Nutzererlebnissen hat. So wurden zum Beispiel 'Dark Patterns' vorgestellt, mit Hilfe derer die User beeinflusst werden, eine Anwendung verstärkt zu nutzen. Viele soziale Medien machen sich diese Methode zunutze. Daraus ergaben sich viele spannende Diskussionen rund um die ethische Verantwortung des Designers.»

Was sind Dark Patterns?
Dark Patterns sind kleine, unscheinbare Tricks, die in Websites und Apps verwendet werden, um Nutzer dazu zu bringen, Dinge zu kaufen oder sich für Dinge anzumelden, die sie nicht beabsichtigen zu nutzen. Wie häufig das in unserem Alltag verwendet wird, sind wir uns leider häufig nicht bewusst, aber sehen Sie selbst und werfen Sie einen Blick auf die «Hall of Shame» von darkpatterns.org

Manuel Marquina von Evernote appellierte in seinem Vortrag «Ethics and Design – The Art of Not Killing Anyone» an die Eigenverantwortung der Designer und stellt zur besseren Beurteilung der Reichweite einer Designentscheidung ein selbstentwickeltes «Ethics Toolkit vor.

Thryn Shapira, Google

Doch nicht nur der ethische Aspekt rund um Design wurde diskutiert. Thryn Shapira von Google stellte die Bemühungen des Google Photo Teams vor, durch «Inclusive Design» nicht nur für die breite Masse zu gestalten, sondern alle Bedürfnisse zu erkennen.

Was ist Inclusive Design?
Jede Designentscheidung hat das Potenzial, Kunden ein- oder auszuschliessen. Inklusives Design unterstreicht den Beitrag, den das Verständnis der Benutzervielfalt leistet, um diese Entscheidungen durch Anreicherung mit Information zu erleichtern und damit möglichst viele Menschen einzubeziehen. Inclusive Design ist aus vielen Gründen ein wichtiger Aspekt, den es bei der Gestaltung von digitalen Anwendungen zu berücksichtigen gilt. Interessante Case Studies dazu können unter anderem in den Case Studies des Inclusive Design Toolkits der Cambridge University gelesen werden.

Foto aus der Sammlung WUD 2018

UX Schweiz Kollektivmitgliedschaft der HTW Chur

In diesem Kontext möchte Sie das Schweizerische Institut für Informationswissenschaft auch über die neu gewonnene Kollektivmitgliedschaft der HTW Chur bei der UX Schweiz informieren. Die UX Schweiz hat sich für die Förderung junger Talente entschieden und damit Studierenden der HTW Chur für ein Jahr eine Gratis-Mitgliedschaft ermöglicht. Dies bedeutet, dass im laufenden Jahr Studierende der HTW Chur als Mitglieder besondere Vorteile geniessen dürfen (bis Ende Oktober 2019). Hierzu zählen beispielsweise 50% auf die Teilnahme am World Usability Day, die kostenlose Teilnahme an Last Thursday Talks sowie Vergünstigungen auf Schulungen verschiedener Partner. Unter https://uxschweiz.ch/mitgliedschaft/ kann man sich über die Mitgliedschaft im Detail informieren.

UX Schweiz ist ein Verein von und mit Schweizer User Experience-Experten, gegründet um aktuelle Themen der User Experience und nahe verwandten Themen weiterzuentwickeln, um zu «networken» oder um sich zum Beispiel bei «Last Thursday Talks» auszutauschen. UX Schweiz unterstützt alle, die in der Forschung, in der Entwicklung, im Design und in der Evaluation der User Experience (UX) von Produkten und Dienstleistungen arbeiten. Als Branchenverband vertritt UX Schweiz die Interessen der Usability- und UX-Dienstleistungsanbieter in der Schweiz sowie Unternehmen, die solche Dienstleistungen suchen.

Wir hoffen auf eine rege Nutzung des Angebotes durch unsere Studierende um damit die Entwicklung zahlreicher Expertinnen und Experten für die Applikationen der Zukunft zu ermöglichen - hoffentlich auf der«guten Seite».

Hanna Kummel
Am 1. August 2016 trat Hanna Kummel ihre Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der HTW Chur an und ist seit 2018 Leiterin des Usability Labs. Nach abgeschlossenem Bachelorstudium der Medieninformatik, Informationswissenschaft und Politikwissenschaft an der Universität Regensburg hat Hanna Kummel den Master of Science in Business Administration, Major Information und Datamanagement an der HTW Chur berufsbegleitend im Jahr 2018 erfolgreich abgeschlossen.

Philipp Liebrenz
Am 1. September 2018 trat Philipp Liebrenz seine Stelle als Dozent im Schweizerischen Institut für Informationswissenschaft (SII) für User Experience an. Philipp Liebrenz studierte Information Engineering an der Universität Konstanz und Human-Computer Interaction an dem University College London.

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