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Kochkünste

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Daniel Bumann in seiner liebsten Umgebung.
Daniel Bumann in seiner liebsten Umgebung.
ARCHIV
Christian
Ruch

In «Ruchs Rubrik» beleuchtet Christian Ruch Bedenkliches, Merkwürdiges und Lustiges aus der Region Südostschweiz. Das alles einmal wöchentlich und mit viel Esprit und Humor. Ob Politik, Kultur, Wirtschaft oder Sport – in Ruchs Rubrik hat all das Platz, was sich mit einem Augenzwinkern betrachten lässt.

Betrete ich die Küche zwecks Verarbeitung von Lebensmitteln, lasse ich den Wissenschaftler in mir nicht einfach draussen, nein, auch dann wohnt mir eine gewisse Experimentierfreude inne. Dies nicht immer zur ungeteilten Freude der Lieblingsbündnerin an meiner Seite. Meine Idee, Spiegeleier und Rösti sozusagen pfannensparend zuzubereiten, indem die Eier doch auf den heissen Rösti brutzeln könnten, stiess auf, man muss das leider so sagen, totales Unverständnis.

Umso beruhigter ist meine Lieblingsbündnerin, dass ich jetzt wieder jeden Montag „Bumann der Restauranttester“ auf 3+ schaue. Wobei diese Sendung ja nicht immer vergnügungssteuerpflichtig ist. Denn mitansehen zu müssen, wie des Kochens nicht wirklich mächtige Menschen das „Rössli“ in Niederhelfenschwil-Bünzlikon in den Abgrund reiten, geht bisweilen weit über die Schmerzgrenze hinaus. Vor allem häufen sich in letzter Zeit die Fälle, in denen sich die sogenannten Wirte als beratungsresistent erweisen, was die guten Tipps von Spitzenkoch Bumann betrifft. Sieht man davon aber einmal ab, gibt es kaum eine Episode, in der ambitionierte Hobby-Köche wie ich nicht noch etwas lernen können, was eben der Grund dafür ist, dass meine Lieblingsbündnerin diesen TV-Konsum meinerseits durchaus mit Wohlwollen zur Kenntnis nimmt. So werde ich sie zum Beispiel nie wieder damit erschrecken, dass ich bratendes Fleisch mit eiskaltem Wein ablösche, was mal dazu geführt hat, dass so lustige, laut chlöpfende Fettfontänen in die Höhe gehüpft sind, die ich mit grosser Faszination, sie dagegen eher geschockt betrachtete. Wissen Sie, das war wie diese Vulkane am 1. August, nur halt nicht ganz so hell. (An alle Kinder, die das jetzt lesen: Nicht nachmachen! Sonst wird das Mami ganz, ganz böse!)

Leider ist in ein paar Wochen diese Staffel von „Bumann der Restauranttester“ schon wieder vorbei und dann müssen wir uns wieder mit „Der Bachelor“ begnügen. Aber da geht es ja bisweilen auch unappetitlich zu, insofern ist für das Grauen am Montagabend weiterhin gesorgt.