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Alles nur eine Frage der Einstellung

Alles nur eine Frage der Einstellung

Single
Böckin
vor 1 Monat in
PIXABAY

Bau ein Haus, pflanz einen Baum, mach ein Kind – dass dieser Lebensentwurf nicht zwangsläufig auf jeden Menschen zugeschnitten ist, beweisen die anonymen Liebesbriefe ans wunderschöne, elende Single-Leben. Ein Hoch auf Selbstgespräche, Dosen-Ravioli und Liebeleien.

«Alles nur eine Frage der Einstellung». Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nicht die Einzige bin, die bereits solche Phrasen gehört hat. Langsam habe ich das Gefühl, dass Liebe zu finden ein manipulatives Spielchen gegen das Universum sei. Ein Spielchen, das man mit den richtigen Tricks gewinnen kann. Nur, dass es das eben nicht ist.

«Wenn man es zu sehr will, geschieht es sowieso nicht» ist ebenfalls eine Aussage, die mich tatsächlich etwas stutzig macht. Ich bin der lebende Beweis, dass diese Theorie nur heisse Luft ist. Denn versucht habe ich sie auf beide Seiten und funktioniert hat keine.

Wenn man aktiv nach dem richtigen Mann in seinem Leben sucht, ist das Scheitern irgendwie schon vorprogrammiert. Kommt mir zumindest so vor. Diesbezüglich hatte ich wirklich noch kein Glück oder bin die Sache schlichtweg falsch angegangen. Entweder stellt sich im Nachhinein heraus, dass besagter Traummann bereits in einer stabilen Beziehung ist, dies aber als nicht notwendig empfand, mitzuteilen. Oder man findet, dass es nach zwei Wochen Kontakt dann auch mal gut sei.

Diese aktive Variante ist zudem ziemlich anstrengend und fühlt sich an wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Daten ist ja sowieso nicht so meine Stärke, wie wir bereits wissen. All diejenigen, die unermüdlich regelmässig auf Dates gehen und sich nicht unterkriegen lassen, haben meinen grössten Respekt. Ich schwenkte unterdessen die weisse Fahne und wechsle zu Taktik Nummer zwei: Ich versuche es nicht mehr so hart.

Diese Strategie verfolge ich nun seit über einem Jahr und kann Euch mit Freuden mitteilen, dass sie ebenfalls nicht funktioniert. Ich bin wirklich ziemlich zufrieden mit meinem Singleleben im Moment und das wären die besten Voraussetzungen für Variante Nummer zwei. Wenn man dieser Logik Glauben schenken kann, dann würde das heissen, dass es funktionieren sollte, weil ich es eben nicht will. Stattdessen passiert genau das, was ich erwartet habe: nichts. Vielleicht spielt hierbei auch das leidige Virus einen kleinen Part, da mein Leben grösstenteils innerhalb meiner vier Wände stattfindet und dort niemand ist ausser ich. Aber ich hätte auch meine Zweifel, würden wir uns in der Normalität befinden.

Nichts destotrotz bin ich versucht, diese Theorie weiterhin auszutesten und in den kommenden Sommermonaten positiv überrascht zu werden. Ich liege zwar nicht gerne falsch, aber in diesem Fall wäre ich nicht mal so unglücklich. Einen Erfahrungsbericht werdet ihr auf jeden Fall erhalten und falls der Erfolg ausbleiben sollte, machen wir uns auf die Suche nach einer dritten Variante. Vielleicht lasse ich mich durch eine Drittperson verkuppeln, was kann da schon schief gehen?

Bleibt gesund und geniesst die Sonnenstrahlen, wenn sie denn kommen,

Eure Singleböckin

PS: Ich schliesse mich dem Singlebock an: Solltet ihr Themen haben, die ihr von uns besprochen haben wollt, dann schickt sie uns gerne an singleblog@somedia.ch. Inputs sind immer gerne gesehen, vor allem in Zeiten wie diesen.

 

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