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Der Schweizer Ferienflieger

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PRESSEBILD
Hans Peter
Danuser

Hans Peter Danuser und Amelie-Claire von Platen sind im Engadin zu Hause und zeigen uns ihren Blickwinkel. Was bewegt Land und Leute? Wo ist das Engadin stark und wo hinkt es einzelnen Mitbewerbern hinterher? Und was geschieht auf politischer Bühne? Der Blog «Engadin direkt» berichtet persönlich und authentisch.

Im Schatten und Sog der Swiss hat sich die Ferienfluggesellschaft Edelweiss Air innert der letzten zehn Jahre zu einer eigentlichen Perle entwickelt: Ihre Flotte ist seit 2008 von vier auf 15 Airbus-Maschinen fast viermal grösser geworden; die Zahl der Passagiere ebenfalls (2,5 Millionen), der Umsatz stieg analog auf 650 Millionen Franken. Edelweiss ist eine Schwester von Swiss und Tochter der deutschen Lufthansa, bildet ihr Kabinenpersonal eigenständig und sehr gezielt auf Feriengäste aus. Diese unterscheiden sich in mancher Hinsicht stark von den Geschäftstouristen, die vorwiegend mit Swiss, Lufthansa und anderen nationalen Gesellschaften fliegen. Entsprechend anders, locker und entspannter ist auf Edelweiss-Maschinen die Stimmung in der Kabine.

Edelweiss fliegt heute direkt ab Zürich 71 Feriendestinationen in 34 Ländern an, darunter elf griechische und sieben spanische Inseln, Rio de Janeiro, Havanna, Kapstadt, Phuket, Malediven, Vancouver, Las Vegas und San Diego.

Wie praktisch und komfortabel diese Direktflüge gegenüber früher sind, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

Phuket zum Beispiel konnte man vorher ab Zürich nur via Bangkok, Dubai oder andere Hubs erreichen, was zeitaufwendig, umständlich und gerade auch mit Kindern sehr ermüdend ist. Analog die Seychellen oder Mauritius. Zwar flog die Air Mauritius auch direkt ab Zürich, oft erfolgte der Rückflug dann aber aus irgendwelchen Gründen via Paris, was die Reisezeit mit Umsteigen fast verdoppelte.

Das Schöne am Edelweissflug, etwa auf die Seychellen und nach Mauritius ist, dass er spätabends startet, ein gutes Essen enthält und auch in der Holzklasse gut fünf bis sechs Stunden Schlaf ermöglicht. Bereits nach dem Frühstück beginnt der Landeanflug. Den ersten Ferientag verbringt man bereits in tropischen Gefilden.

Service und Ambiente auf einem Edelweiss-Flug erinnern Nostalgiker nicht selten an die gute alte Swissair selig – was durchaus als Kompliment zu verstehen ist.

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