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Start in den Tag – warm und ohne Bircher

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Gesund in den Tag starten mit einem Müsli.
PIXABAY

Hans Peter Danuser und Amelie-Claire von Platen sind im Engadin zu Hause und zeigen uns ihren Blickwinkel. Was bewegt Land und Leute? Wo ist das Engadin stark und wo hinkt es einzelnen Mitbewerbern hinterher? Und was geschieht auf politischer Bühne? Der Blog «Engadin direkt» berichtet persönlich und authentisch.

Der richtige Start in den Tag beginnt bei mir unter anderem mit einem guten Frühstück. Es sollte mich aufbauen, stärken und gute Laune verbreiten.

Nur, es scheiden sich ja bekanntlich die Geister, was ein gutes Frühstück sei. Manche verzichten ganz darauf, was für mich einem Kaltstart gleichkäme.

Aber darf man hierzulande überhaupt über das gute Frühstück und noch dazu über Müsli diskutieren, etwa das gute Birchermüsli infrage stellen, ohne sofort als jemand dazustehen, der die Schweizer Werte nicht hochhält? Schliesslich trifft man heute auf der ganzen Welt auf «Schweizer Müsli». Kaum ein Buffet in einem Hotel verzichtet darauf.

Ich wage es, unsere Alternative zu präsentieren, nachdem mich letztens eine Freundin nach unseren Morgengewohnheiten fragte.

Wir starten mit einem warmen Frühstück, für das wir uns Zeit nehmen, alle zusammen am Tisch sitzen und das wir echt geniessen.

Basis ist eine Müsli-Getreide-Körner Mischung, die ich alle paar Wochen selbst zusammenstelle. Rein kommen da gewöhnliche Haferflocken, eine Mischung von Frühstücksbrei (z. B. von Alnatura erhältlich in der Migros), diverse Kerne etwa von Sonnenblumen, Kürbis, Sesam, Chia, Leinsamen. In diese Grundmischung gebe ich nach Lust und Laune mal Rosinen bei, jetzt im Winter gerne auch mal jedem eine Dattel, manchmal Walnüsse oder Mandeln bei. Zimt gibt den richtigen Abschluss. Gänzlich fehlt jede Art von Zucker! Süss wird unser Müsli dank gekochter Bananen, die ich täglich frisch in etwas Wasser dünste zusammen mit Birnen oder Äpfeln, in der Saison gerne auch mit Aprikosen oder Pflaumen. Das warme Kompott gebe ich auf die Müslimischung, so dass sie sich gut auflösen kann. Dann dekoriere ich mit Früchten, die es eben gerade gibt, zurzeit mit Kiwis, mal mit Blaubeeren, bald schon mit Erdbeeren, im Sommer gerne mit Pfirsichen.

Und dann heisst es: «Frühstück!», denn super ist es, wenn alles noch warm ist. Das schmeckt, wärmt den Bauch und gibt ein wohliges Gefühl!

Das gewöhnliche Müsli, das meist als «Crunchy» stark gezuckert ist, kommt ja hierzulande oft mit Milch oder Joghurt direkt aus dem Kühlschrank auf dem Tisch. Dass der Magen dann ziemlich zu tun hat, das auf Körpertemperatur aufzuheizen, leuchtet ein. Und der Zucker gibt ja leider auch nur kurzfristig Energie ab.

Den Tipp mit dem warmen Frühstück habe ich vor Jahren von einem chinesischen Arzt bekommen und dann entdeckt, dass dies längst im Trend liegt, jedenfalls in Deutschland und immer öfters auch in der Schweiz. In Deutschland ist das Angebot an fertigen Frühstücksbreis unglaublich variantenreich und fast überall erhältlich. Und es gibt echt Kraft, mich baute es auf und hält bis zum Mittagessen vor.