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Maissen meint: Auswählen, was liegen bleiben soll

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Haempa
Maissen

Haempa Maissen ist erfolgreicher Bündner Geschäftsmann. In loser Folge lässt der Geschäftsführer einer Churer Agentur seinen Gedanken rund um den Arbeitsplatz Graubünden freien Lauf.

Wissen, was wichtig ist und danach handeln – leicht gesagt. Die Umsetzung fällt dann oft nicht so leicht. Dringlichkeit nimmt Präzedenz vor Wichtigkeit. Präferenz überschattet Priorität. Besonders im Geschäftsalltag ist es aber unerlässlich, für sich selbst und sein Team Prioritäten zu setzen. Für Zielgerichtetheit, Effizienz und letztlich Erfolg.

Wer kennt die Situation nicht – die To-do-Liste ist lang. Doch wo beginnen? Mit der Aufgabe, die man am liebsten macht? Mit jener, die am schnellsten geht? Oder lieber dort, wo am meisten auf Erledigung gedrängt wird? Es müssen Prioritäten gesetzt werden. Sie sind unausweichlich – im Privatleben und besonders bei der Arbeit.

Dringend vs. wichtig

Über Erfolg und Misserfolg entscheidet nicht selten die Priorisierung der zu erledigenden Aufgaben. Die Kunst dabei ist es, zu erkennen, welche Aufgaben noch etwas liegenbleiben können. Zentral ist, sich nicht von den dringlichsten Aufgaben verleiten zu lassen und abzuwägen, was am wichtigsten ist. Bisweilen muss Dringliches delegiert werden, um Wichtiges zu erledigen. Ganz besonders in Führungspositionen. Denn wer nur reagiert und Notfälle behebt, kann nicht führen und droht sich zu verzetteln.

Priorisierung dank Vision

Sich beim Führen nicht zu verzetteln ist gleichermassen entscheidend, wie durch Führung zu verhindern, dass andere sich verzetteln. Der Geschäftsführer gibt Prioritäten für alle vor. Damit diese einheitlich und zielgerichtet verfolgt werden, ist es zentral, dass Vision, Werte und Ziele des Unternehmens verstanden werden. Mehr noch, sie müssen für alle glasklar sein. Dieses Verständnis ermöglicht es Mitarbeitenden, die Aufgaben zu priorisieren und effektiv zu arbeiten. Als Geschäftsführer gilt es, Botschafter für Vision, Werte und Ziele zu sein. Dafür ist eine aktive interne Kommunikation essenziell.

Abgrenzung und Übersicht

Prioritäten setzen ist aber auch bei klarer Kommunikation keine einmalige Aufgabe. Es gilt immer wieder aus der Adlerperspektive auf den Berg von Arbeit zu schauen und den nächsten Schritt zu bestimmen. Nur so gelingt die Abgrenzung zwischen dem, was an die Hand genommen werden soll und jenem, das erst noch liegenbleiben kann bzw. muss – um effektiv zu arbeiten und ans Ziel zu gelangen. Ganz nach Napoleon I. Bonaparte: «Es gibt keine schlechten Mannschaften, Marschall. Es gibt nur schlechte Offiziere.»

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