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Hauptbeschuldigte nimmt an Prozess vor Zuger Obergericht nicht teil

Der Prozess um einen mutmasslichen 55-Millionen-Franken-Betrug vor dem Zuger Obergericht hat am Montag in Abwesenheit der Hauptbeschuldigten begonnen. Diese war vom Gericht von einer Teilnahme dispensiert worden.

Agentur
sda
10.06.24 - 09:05 Uhr
Blaulicht
In Zug wird einer der grössten mutmasslichen Betrugsfälle, die sich im Kanton ereignet haben, verhandelt. (Archivaufnahme)
In Zug wird einer der grössten mutmasslichen Betrugsfälle, die sich im Kanton ereignet haben, verhandelt. (Archivaufnahme)
KEYSTONE/URS FLUEELER

Das Strafgericht hatte als erste Instanz die Hauptbeschuldigte wegen gewerbsmässigen Betrugs und Urkundenfälschung zu einer Freiheitsstrafe von sechseinhalb Jahren verurteilt. Die heute 51-jährige Ungarin hatte 2005 das Pharmaunternehmen Amvac mit Sitz in Hünenberg ZG gegründet und war dessen CEO und Verwaltungsrätin.

Die Beschuldigte hat laut Anklage 2012 ihren Ausstieg aus dem erfolglosen und konkursreifen Unternehmen beschlossen und bis 2015 ihre wertlosen Amvac-Aktien an knapp tausend unerfahrene Anleger verkaufen lassen. Abgewickelt worden sein soll der Verkauf von den beiden Mitbeschuldigten mit Hilfe eines aggressiven und unlauteren Telefonmarketings.

Die drei Beschuldigten verlangen im Berufungsprozess einen Freispruch, wie der Gerichtspräsident zum Prozessauftakt sagte.

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