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Zürcher Obergericht verurteilt junge Männer im «Loverboy»-Prozess

Das Zürcher Obergericht hat am Mittwoch eine Gruppe von jungen Männern verurteilt, weil sie Sex mit einem 12-jährigen Mädchen hatten. Der 23-jährige Hauptbeschuldigte erhielt eine Freiheitsstrafe von 7 Jahren und einem Monat.

Agentur
sda
29.01.25 - 14:38 Uhr
Blaulicht
Der Fall am Zürcher Obergericht ist ein drastisches Beispiel der so genannten "Loverboy"-Missbrauchsform. Loverboys sind Männer, die Mädchen oder Frauen, die in sie verliebt sind, ausbeuten. Häufig drängen sie die Opfer zu Sex mit anderen. (Archivbild)
Der Fall am Zürcher Obergericht ist ein drastisches Beispiel der so genannten "Loverboy"-Missbrauchsform. Loverboys sind Männer, die Mädchen oder Frauen, die in sie verliebt sind, ausbeuten. Häufig drängen sie die Opfer zu Sex mit anderen. (Archivbild)
KEYSTONE/WALTER BIERI

Seine vier «Bros», also Kollegen, denen der Hauptbeschuldigte das Mädchen für Sex «zur Verfügung stellte», wurden mit bedingten Freiheits- und Geldstrafen bestraft. Gegen zwei von ihnen wurde zudem ein lebenslanges Tätigkeitsverbot mit Minderjährigen ausgesprochen.

Die jungen Männer hatten beim Obergerichtsprozess im Dezember beteuert, dass das Mädchen freiwillig mitgemacht habe. Die Vorinstanz, das Jugendgericht Winterthur, hatte die sexuellen Handlungen als eigentliche Massenvergewaltigungen bezeichnet.

Es verurteilte den Hauptbeschuldigten im Jahr 2022 aber noch härter. Er erhielt damals eine Freiheitsstrafe von 8 Jahren und 9 Monaten.

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