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Val Parghera: Schutz für 100 Jahre

Vor rund drei Jahren ist es in der Val Parghera zu massiven Rutschungen gekommen. In der Folge war die Verbindungsstrasse zwischen Chur und Domat/Ems bis zum Bau einer Notbrücke gesperrt. Nun wird ein Schutzbau erstellt, welcher die nächsten 100 Jahre halten soll.

Südostschweiz
Montag, 04. April 2016, 10:53 Uhr Spatenstich erfolgt

In den kommenden drei Jahren soll zwischen Domat/Ems und Chur ein neues Schutzbautensystem entstehen. Es soll einerseits der Industrie- und Gewerbezone Paleu Sura und anderseits den wichtigen Verkehrsträgern wie der nahe gelegenen Kantonsstrasse, dem RhB-Trassee und der Nationalstrasse A13 einen langfristigen und nachhaltigen Schutz bieten. Am Montagmorgen wurde nun der offizielle Spatenstich gefeiert.

Die Aktivitäten am Berg im Zeitraffer. Quelle: Kanton Graubünden

Das bisherige «Auffangbecken» bei der Kantonsstrasse soll um das Zehnfache vergrössert werden. Künftig soll der sogenannte Geschiebesammler nämlich rund 170'000 Kubikmeter fassen. Dies entspricht etwa 170 Einfamilienhäusern.

Weitere Rutschungen erwartet

Obwohl sich die Rüfe in den letzten zwei Jahren ruhig verhielt, werden weiterhin grosse Mengen Erdmaterial aus dem Einzugsgebiet der Val Parghera erwartet. Schätzungen zufolge hat sich erst rund die Hälfte aus der aktiven Rutschfläche losgelöst. Wann sich das restliche Material ins Rutschen kommt und ob sich der Rüfeabgang wirklich bis ins Tal bewegt, bleibt offen. Das neue System soll jedoch sämtlichen Ereignissen in den kommenden rund 100 Jahren gewachsen sein. (so)

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