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Zurück zu den Wurzeln

Nach der Kündigung der Räumlichkeiten im Von-Sprecher-Haus durch das Amt für Industrie und Arbeit (KIGA) suchte die Gemeinde als Eigentümerin neue Pächter. Die Gastronomie soll wieder Hauptsache werden.

Barbara
Gassler
29.10.22 - 12:00 Uhr
Aus dem Leben
Auf der Terrasse sollen sich im Winter Gäste niederlassen können.
Auf der Terrasse sollen sich im Winter Gäste niederlassen können.
bg

Nach 15 Jahren, in denen das KIGA dort eine Arbeitsintegrationsstätte betrieben hatte, war es Zeit für einige Auffrischungen im über hundertjährigen Holzhaus. Frische Anstriche, neue Brandschutzwände, Beleuchtungen und Beschriftungen machen das Haus fit für die nächste Episode in seinem langen Dasein. Dabei wird es «zweigeteilt». Vorwiegend im ­Anbau mit seinen 14 Zimmern plus Betriebsleiterwohnung bleibt der Kanton Mieter und bereitet sich vor, in den bestehenden Räumlichkeiten eine Flüchtlingsunterkunft mit 50 Plätzen zu betreiben. Die dafür notwendige Infrastruktur mit Nasszellen, Aufenthaltsraum und Küche ist vorhanden. Zusätzlich wird der hinterste Teil der die ganze die Sonnenseite des Hauses umspannenden Terrasse abgetrennt und erhielt bereits einen eigenen Aufgang. Dieser Bereich soll später ausschliesslich den Geflüchteten zur Verfügung stehen. «Wir legten Wert auf eine saubere Trennung der beiden Nutzungen mit möglichst wenigen Kreuzungspunkten», erklärt Werner Stoffel, Liegenschaftsverwalter der Gemeinde.

Gastronomie und Lager

Denn im Haupthaus will man die Lager- und Gastronomietradition am See wieder stärken. Seit dem 1. Juli zeichnet René Kilchenmann mit seinem Team dafür verantwortlich, und die Terrasse war über den Sommer wieder erfreulich belebt. Die zuvor vom KIGA betriebenen Lagerräumlichkeiten mit ihren siebzig Betten werden, von einigen Auffrischungen abgesehen, unverändert weiterbetrieben. Fenster, Beleuchtung und Gerätschaften sind in einem adäquaten Zustand», sagt Stoffel. Er verschweigt aber nicht, dass die Gemeinde hier mit einem schmalen Budget agieren müsse. Dennoch ist man dabei, im Erdgeschoss einen vom KIGA als Werkstätte genutzten Raum wieder in einen Gastraum zurückzuverwandeln. Für etwas mehr Platz wird noch das ­Zimmer nebenan im Anbau dazugeschlagen, sodass hier bis zu 50 Gäste bewirtet werden können. Pächter René Kilchenmann plant, diese Räumlichkeiten jeweils abends zu öffnen und mit einer ­österreichisch-schweizerischen Küche sowie einem kleinen Barbetrieb aufzuwarten. «Das gibt eine coole Einrichtung», verspricht er. Tagsüber sollen Gäste vor allem auf der Sonnenterrasse im ­ersten Stock mit ihren sechzig Plätzen bewirtet werden. Zwei von der See­promenade abzweigende Treppen sollen die Gäste direkt ins Haus führen. Bei unfreundlichem Wetter kann in die Arvenstube ausgewichen werden. Im Garten, wo über den Sommer gewirtet wurde, soll eine Eis-Minigolf-Anlage entstehen.

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