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Vom Darm bis zu entzündeten Gelenken

Letzte Woche fand im Medizin-Campus am Wolfgang ein vom Schweizerischen Institut für Allergie- und Asthmaforschung SIAF organisiertes Sommer-Symposium der Europäischen Akademie für Allergie und klinische Immunologie statt.

Barbara
Gassler
02.08.22 - 12:00 Uhr
Aus dem Leben
Aufmerksam lauschen die Forschenden dem Vortrag eines Kollegen.
Aufmerksam lauschen die Forschenden dem Vortrag eines Kollegen.
bg

Am zweitägigen Anlass teilten rund 100 Forschende ihr Wissen in 13 Vorträgen und 40 auf Postern präsentierten Beiträgen. Sie beschäftigten sich speziell mit der epithelialen Barriere und der am SIAF entwickelten und inzwischen in wissenschaftlichen Kreisen akzeptierten These, dass Schädigungen dieser obersten Haut- und Schleimhautschichten an der Entstehung einer Vielzahl von Krankheiten mitwirken. Zu diesen gehören verschiedenartige Allergien und Asthma, Neurodermitis und chronische Sinusitis, aber auch Diabetes und Arthritis.

Gleichzeitig wurde auch über die Verbindung zwischen dem Mikrobiom – also der individuellen, sämtliche Körperoberflächen bedeckenden Gemeinschaft an Mikroorganismen – und der Hautbarriere diskutiert. Hier sieht man ebenfalls eine Verbindung, denn das Mikrobiom stärkt oder schwächt die jeweilige epitheliale Barriere und trägt so zu Gesundheit oder Krankheit bei.

Ein weiteres in der Forschergemeinschaft debattiertes Thema war die Weiterentwicklung der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, Schädigungen in eben diesen schützenden Zellen frühzeitig festzustellen. Ein interessanter Diskussionspunkt waren dabei die Ergebnisse von Tests mit einem vom SIAF entwickelten Gerät zur Erkennung von undichten Hautbarrieren. Es war in mehreren Zentren in Europa und an der Stanford University in den USA eingesetzt worden, und die Ergebnisse der erfolgreichen Versuche wurden am EAACI vorgestellt.

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