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Splittersteine landen auf der Kantonsstrasse in Brienz

Das Dorf Brienz/Brinzauls ist wegen des alten Erdrutschgebiets immer wieder Gefahren ausgesetzt. Ende Mai hat ein Gesteinsbrocken die gesperrte Gefahrenzone überrollt. Verletzt wurde niemand.

Südostschweiz
10.06.22 - 16:17 Uhr
Aus dem Leben
Gefahr: Zwei Splittersteine landen auf der Kantonsstrasse bei Brienz/Brinzauls.
Gefahr: Zwei Splittersteine landen auf der Kantonsstrasse bei Brienz/Brinzauls.
Bild Tiefbauamt Graubünden

Das Dorf Brienz/Brinzauls liegt auf einem alten Erdrutschgebiet, das sich bis heute nicht beruhigt hat. Messungen haben ergeben, dass das Dorf abrutscht und erheblichen Gefahren ausgesetzt ist. In einem monatlichen Informationsbulletin informiert die Gemeinde Albula/Alvra regelmässig über die aktuelle Lage.

Gerade erst im Bulletin vom Mai erklärte der Geologe Stefan Schneider, dass «grosse Szenarien» mit Auswirkung auf die Siedlung in nächster Zeit leider nicht auszuschliessen seien. 

Strasse automatisch gesperrt

Zum Glück kein grosses Szenario, aber doch äusserst selten: Am 25. Mai lösten sich Gesteinsbrocken vom Brienzer Rutsch und landeten auf der Kantonsstrasse zwischen Lantsch/Lenz und Brienz/Brinzauls. Dies teilt die Gemeinde im neuesten Bulletin mit. Die Strasse sei darauf automatisch durch die installierte Überwachungsanlage gesperrt worden.

Ein sogenannter Splitterstein von der Grösse eines Handkoffers sei bis zu der Abfallsammelstelle beim Schulhaus Brienz/Brinzauls gerollt, heisst es weiter. Der Brocken überrollte damit die gesperrte Gefahrenzone. Es entstand kein Sachschaden, Personen waren nicht in Gefahr.

Auf dem Abfallplatz zum Stillstand gekommen: Der Brocken überrollt die gesperrte Gefahrenzone.
Auf dem Abfallplatz zum Stillstand gekommen: Der Brocken überrollt die gesperrte Gefahrenzone.
Bild Tiefbauamt Graubünden

 

Solche Blockschläge gibt es in Brienz mehrmals jährlich, jedoch äusserst selten über die gesperrte Gefahrenzone hinaus, wie im Bulletin zu lesen ist. Die Verantwortlichen der Gemeinde und des Kantons werden diese Tatsache erörtern und entscheiden, ob die Sicherheitsmassnahmen für die Abfallsammelstelle verstärkt werden müssen.  Die Gemeinde und das Tiefbauamt weisen im Bulletin noch einmal darauf hin, dass das Betretungsverbot der Gefahrenzone, die Sperrung der Strasse durch die Ampelanlage und das Fahrverbot für Fahrräder unbedingt respektiert werden sollen. (kop)

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